Meinung
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Studentin und ihr Reiseärger ...

Haben Sie Sorgen, Probleme im ­Alltag? Ralf Nehmzow, der Leserbotschafter und Ombudsmann des Hamburger Abendblatts, vermittelt, hilft, engagiert sich für die Leser. Er schildert ihre Fälle und dokumentiert dazu die Reaktionen der Institutionen und Unternehmen. Er kümmert sich auch um redaktionelle Anliegen von Lesern.


Airline erstattet Leserin 306 Euro


Anja B., 23, Lehramtsstudentin aus Ohlsdorf, schreibt: „Ich wende mich mit meinem Problem an Sie, da ich als Studentin ohne rechtlichen Beistand meine Chance schwinden sehe, je eine Geldrückerstattung zu bekommen. Es geht um einen Flug von Air Berlin, der wegen eines Streiks gestrichen wurde. Meine Mitstudentin und ich wollten von Hamburg nach München und dann weiter nach Windhuk in Namibia fliegen, doch dann gab es den Streik. Wir sind also mit dem ICE nach München gefahren. Seit dem Tag des Streiks bitte ich Air Berlin per Mail um die Kostenrückerstattung der ICE-Fahrt nach München. Diese Fahrt mussten wir ja spontan buchen, um unseren Anschlussflug am Abend zu bekommen. Die Fluggesellschaft Air Berlin lehnte dies ab, da Streik ein Ereignis höherer Gewalt sei und man daher dem Schadensersatz nicht entsprechen könne, hieß es. Doch: Diese Aussage widerspricht sich mit der, die wir an dem betreffenden Tag am Hamburger Flughafen von einem Air-Berlin-Mitarbeiter erhalten haben. Er gab uns seine Visitenkarte, empfahl uns, ein Ticket am Bahnhof zu kaufen, um rechtzeitig in München zu sein, und ihm die Rechnung an seine Adresse zu schicken. Nichts geschah bis heute, wir bekamen kein Geld.“

Teresa Krohn, Pressereferentin bei Air Berlin, prüft den Fall und antwortet dem Leserbotschafter: „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die Frau B. und ihrer Kommilitonin entstanden sind. Ihr Flug von Hamburg nach München musste leider wegen eines Streiks des Sicherheitspersonals gestrichen werden. Air Berlin hat sich um die betroffenen Gäste gekümmert und ihnen Gutscheine für Bahnfahrten und Mietwagen ausgestellt. Wir können leider nicht mehr nachvollziehen, warum Frau B. diesen Service von uns nicht in Anspruch genommen hat. Aus Kulanz wird unser Kundenservice beiden Gästen ihre Fahrtkosten in Höhe von insgesamt 306 Euro umgehend erstatten.“

Fall gelöst, Leserin zufrieden.