Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Berliner Kulturaltar

"Das war mal weite Welt"

Ein subjektiver Zustandsbericht über die Orientierungslosigkeit in der Hamburger Kulturszene kurz vor der Wahl.

Hamburger Abendblatt 16. Februar

Vieles kann man unterschreiben. Die Tränen über den möglichen Umzug Schamonis nach Berlin weniger. Krawall ist hinnehmbar, wenn er intellektuell unterlegt wäre. Der Weg in die weite Welt der Kultur ist schwieriger geworden seit dem Hauptstadtbeschluss. Seitdem kämpft der einstmals starke Kulturföderalismus gegen den Berliner Kulturaltar, den der Steuerzahler reichlich alimentieren muss. Wenn das einmal zum Thema würde und nicht das "kleine Karo" der zufriedenen lokalen Selbstbespiegelung regierte, könnte es ein fruchtbares Erwachen geben. Schließlich ist auch Dresden wieder auf dem Weg zur kleinen, aber feinen Kulturstadt Deutschlands. Warum hier keine Partnerschaft statt einer einschlafenden Beziehung zur Partnerstadt?

Peter Schmidt, per E-Mail

Ursprünge bewusst machen

"Jeder zwölfte Hamburger ist psychisch krank"

Es trifft immer mehr Jüngere. Zahl der Fehltage um 44 Prozent höher als im Durchschnitt.

Hamburger Abendblatt 16. Februar

Die ältere Generation musste schreckliche Kriegserlebnisse verarbeiten und hat dennoch angepackt, um Deutschland wieder aufzubauen. Manche psychische Krankheit hat vielleicht ihren Ursprung in einem Mangel an wahrhaft existenziellen Nöten. Wir sollten uns bewusster machen, wie gut es uns geht.

Christiane Mielck-Retzdorff, per E-Mail

Massiv versagt

"Massenflucht aus Afrika alarmiert Europäer"

Tausende Tunesier verlassen das Land.

Hamburger Abendblatt 15. Februar

Die derzeitige Massenflucht aus Tunesien deutet wieder einmal darauf hin, dass Deutschland auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung seit Jahren massiv versagt. Früher lagen die Schwerpunkte auf Förderung der Landwirtschaft, der beruflichen Aus- und Fortbildung und der Wirtschaft mit durchaus vorzeigbaren Erfolgen. Heute stehen der Aufbau von Zivilgesellschaften, sozialen Einrichtungen und auch Infrastrukturmaßnahmen im Vordergrund. Wichtig wäre beides gleichzeitig.

Hans-Peter Hansen, per E-Mail

Verrostete und neue Liebe

"Paare besiegeln Liebe mit Vorhängeschloss"

Ein neuer Trend für Verliebte erobert den Norden: an Brücken aufgehängte Liebesschlösser.

Hamburger Abendblatt 14. Februar

Beim Besuch von Litauens Hauptstadt Vilnius hat uns auch die Uzupio-Brücke über die Vilnia zum Künstlerviertel begeistert. Sie ist ein Beispiel tausendfältiger Liebe. Hier hängen Liebesschlösser am Brückengeländer in unglaublicher Vielzahl, verrostet und neu.

Wilfried Maack, Winsen

Unglaublich

"Agrarminister will besseren Tierschutz bis 2018 umsetzen"

Niedersachsens Agrarminister Gert Lindemann sieht Handlungsbedarf: Bis 2015 solle das Kürzen von Schnabelspitzen abgestellt sein.

Hamburger Abendblatt 15. Februar

Ich glaube es nicht. Da sollen weitere vier Jahre Schnäbel gestutzt, Kämme amputiert und grausame Käfighaltung fortgesetzt werden, weil man erst Erfahrung mit gesunden Tieren sammeln will. Und das unter der Regie des obersten "Tierschützers" in Niedersachsen. Dem tierschützenden Bürger jedenfalls kann dabei nur speiübel werden.

Hans-Uwe Grüger, Bargteheide

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