Meinung

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Zum Besuch von Chinas Staatschef Hu in den USA

Obama und Hu setzen auf die Verflechtungsdynamik. Sie gönnen sich Gesten, die beide in der Innenpolitik brauchen. Die USA behandeln China auf Augenhöhe. Peking hat den Renminbi leicht abgewertet, kauft Boeing-Jets und Anteile am Autokonzern GM. Weitergehende Forderungen formulieren beide höflich. Der Dollar kann nicht alleinige Reservewährung bleiben, sagt Hu. DER TAGESSPIEGEL (BERLIN)

Zur Entwicklung in Tunesien

Tunesien braucht Zeit, um seinen Weg zu finden. Parteien und Persönlichkeiten, die ein Land demokratisch führen können, schießen nicht wie Pilze aus dem Boden. Dieser Prozess braucht Vertrauen und Unterstützung. Es wäre falsch, wenn sich die Regierungen in Europa, vor allem in Frankreich oder den USA, bereits jetzt auf neue Führer festlegen würden. BASLER ZEITUNG

Zu den Ermittlungen gegen Berlusconi

Es geht nicht nur um die gerichtlichen Anschuldigungen, Sex mit der minderjährigen Ruby gehabt zu haben, für die noch immer handfeste Beweise fehlen. Der Ministerpräsident müsste sich vor allem darum bemühen, das sich in der Öffentlichkeit ausbreitende Gefühl zu zerstreuen, dass er zum Gefangenen seiner eigenen Laster geworden ist. LA STAMPA (TURIN)