Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Es geht doch um Hamburg

"Ahlhaus stoppt die Hamburger Stadtbahn"

Der Bürgermeister hat Bedenken wegen der Kosten und der Trassenführung.

Hamburger Abendblatt 1. Dezember

Ich kann den Bürgermeister nicht mehr verstehen. Entweder ist die Stadtbahn eine gute Entscheidung für Hamburg, und davon bin ich überzeugt, dann muss sie kommen. Oder sie ist eine schlechte, dann hat sie nichts im Koalitionsvertrag zu suchen. Es geht doch um Hamburg und nicht um Ideologie, oder doch? Ich denke, dass die Stadtbahn ein wichtiges Element für den öffentlichen Personennahverkehr wäre, um wichtige Querverbindungen zu schaffen.

H. Müller, per E-Mail

Wirtschaftlicher Schaden

Mir wird schlecht, wenn ich sehe, welch wirtschaftlichen Schaden Herr Ahlhaus mit der Entscheidung angerichtet hat. Ist ihm klar, dass der Abbruch des Planfeststellungsverfahrens in der aktuellen Anhörungsphase eine spätere Fortsetzung aus rechtlichen Gründen verhindert? Sollte ein neuer Senat die Planungen wieder aufnehmen, müsste man wieder ganz von vorn anfangen. Bravo, Herr Ahlhaus! Damit haben Sie mal eben zehn Millionen Euro Steuergeld versenkt - so viel hat die bisherige Planung gekostet.

Hans-Peter Wuensch, Hamburg

Die richtige Entscheidung

Kommentar "Eine Frage des Stils"

Beim Stadtbahn-Projekt agiert Ahlhaus nur als Wahlkämpfer.

Hamburger Abendblatt 1. Dezember

Ich bin über Art und Stil des Kommentars verwundert. Dass das Projekt von der CDU im Rahmen der Kosten recht kritisch gesehen worden ist, ist Tatsache. Hinter dem Projekt stand man, bevor sich die GAL aus der Verantwortung gezogen hat, aus Gründen der Absprachen innerhalb der Koalition. Es war also ein Zugeständnis der CDU. Jetzt, da man nicht mehr auf einen Koalitionspartner Rücksicht nehmen muss, ist der Stopp die einzig richtige Entscheidung, um in Zeiten knapper Kassen nicht unbedingt notwendige Ausgaben zu verhindern. Zudem ist das Projekt in der Bevölkerung mehr als nur umstritten.

Detlev Andresen, per E-Mail

Politik für die Bürger

"Scholz schließt Rot-Rot-Grün aus"

Hamburgs SPD-Chef setzt darauf, dass es nach der Bürgerschaftswahl im Februar für Rot-Grün reicht.

Hamburger Abendblatt 30. November

Es gibt in Deutschland zwei Parteien, die entbehrlich sind. Bei der Linken versteht sich das von selbst, denn außer Populismus wird dort nichts geboten. Die andere sind die Grünen, wie sich in Hamburg gerade gezeigt hat. Die Grünen sind nicht regierungsfähig. Können sie als kleiner Koalitionspartner ihren Willen nicht durchsetzen, dann stehlen sie sich aus der Verantwortung. Hoffentlich begreift Herr Scholz das und macht anstelle von neuen Experimenten Politik für die Hamburger Bürger statt für eine Handvoll Ideologen. Und sollte es mit der CDU sein.

Dr. Gunter Alfke, Hamburg

Vettel auf dem Dreirad

"Väter der Wellen und des Windes"

Sylter Rettungsschwimmer brachten Ende der 60er-Jahre das Surfen nach Deutschland.

Hamburger Abendblatt 1. Dezember

Für jeden richtigen Surfer ist es immer wieder traurig, dass Robby Naish als Idol hergeholt wird. Wer häufiger auf Hawaii die Surfer auf ihren Longboards gesehen hat, hat vor ihnen den allergrößten Respekt. Robby Naish aber ist Windsurfer, und das ist so ein bisschen, als würde man Sebastian Vettel auf einem Dreirad Rennen fahren lassen. Also bitte nicht Surfer sagen, wenn man die mit dem Hilfssegel meint.

Bernd Glodek, per E-Mail

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