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Zur EU-Hilfsaktion für Irland

Jetzt, bei der Rettung Irlands, ist von Anfang an offensichtlich, dass es im Wesentlichen um eine Bankenrettung geht. Die irischen Banken sind der Hauptgrund für die desaströse Entwicklung der Staatsfinanzen, die vor der Krise anders als in Griechenland kerngesund waren. Die Bankprobleme sind so groß, dass sie das Land überfordern. HANDELSBLATT (DÜSSELDORF)

Ein neuer Finanzsturm droht den Euro und die gesamte Europäische Union zu überrollen. Der Funke sprang jetzt mit den Äußerungen des EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy über, der von einer europäischen Überlebenskrise gesprochen hat, sollte die Euro-Zone nicht überstehen können. Auf dem Euro lastet aber auch die Krise der irischen Banken. Deshalb gibt es den Druck, dass Dublin einen Hilfsplan akzeptiert. Von Brüssel bis Frankfurt sähe man es gern, dass Irland, von den Märkten attackiert, einen Kredit will, den mürrische Gläubiger doch sonst nur widerstrebend einräumen. LA REPUBBLICA (ROM)

Zum CDU-Parteitag und der Kanzlerin

Auf dem Parteitag erneuerte Merkel praktisch die gesamte Führung ihrer Partei. Damit manövrierte sie potenzielle Rivalen ins Abseits, festigte ihre führende Position und leitete einen Prozess der Verjüngung ein. Eine Serie von Landtagswahlen im kommenden Jahr wird nun zeigen, wie populär die Kanzlerin wirklich ist. EL PAÍS (MADRID)