Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Erklärungsversuche

"Ver.di-Chef Bsirske will Recht auf Generalstreik"

Gewerkschaftsführer sieht Frankreich als Vorbild.

Hamburger Abendblatt 6./7. November

Sicher kennt Ver.di-Chef Bsirske den Spruch aus dem Volksmund "Viele Köche verderben den Brei" und die deutsche Geschichte: Das Volk auf der Straße kann sich auch zum Mob wandeln. Wenn er trotzdem der Straße statt der parlamentarischen Demokratie den Vorzug gibt, ist es nur mit Machtstreben oder Eitelkeit zu erklären.

Siegfried Meyn, per E-Mail

Verschlimmert die Situation

Wir Bürger werden bereits durch den Staat zu sehr drangsaliert, und jetzt wollen die Gewerkschaften das Land in den Abgrund ziehen? Siehe Griechenland oder Frankreich. Die Länder sind pleite, und die Gewerkschaften verschlimmern die volkswirtschaftliche Situation durch Generalstreiks. Herr Bsirske sollte lieber darüber nachdenken, wie zusätzliche, nicht subventionierte Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, statt das Volk aufzuhetzen.

E. Christian Wolters, per E-Mail

Fehlende Rechtsgrundlage

"Ab in die Tonne"

Mülltrennung wird Pflicht. Ab Januar muss jeder Haushalt Kompost, Papier und "normalen" Müll separat entsorgen

Hamburger Abendblatt 6./7. November

Wieder einmal haben die Grünen ihren Kopf in der Koalition durchgesetzt, und dies Hals über Kopf. Nach Schulreform und Stadtbahn nun die blaue Tonne als dritte Tonne. Dies soll zum Jahreswechsel in Kraft gesetzt werden. Bleibt also wenig Zeit, die Öffentlichkeit einzubeziehen. Ist dies gewollt? Die Frage nach der Rechtsgrundlage für die "Tonnenvermehrung" bleibt unbeantwortet.

Henry Meyer, per E-Mail

Zwangsmaßnahmen

Solange die Müllabfuhr Laubsäcke zusammen mit dem Hausmüll entsorgt, habe ich keinerlei Verständnis für die in Aussicht stehenden Zwangsmaßnahmen. Mein Biomüll kommt auf den Kompost, und das Altpapier werfe ich mühelos in die Stahlcontainer. Dabei ist verblüffend, dass die großen blauen Plastik-Papiercontainer schon wieder verschwunden sind. Sollte das die Vorstufe zum Zwang sein, wäre ein Scheitern des nächsten Volksentscheids programmiert. Wer will das?

Udo von Papen, per E-Mail

Artgerechter Umgang

Ich vermisse noch drei Glastonnen - weiß, grün und braun - wie auch eine vom Nabu und BUND empfohlene Anleitung zum artgerechten Umgang mit der gemeinen Wanderratte, die ja über meine grüne Tonne während der warmen Jahreszeit herfallen würde.

Wolfgang Ross, per E-Mail

Ignorant

"GAL-Vorsitzende: Mit Ahlhaus ist es schwieriger"

Die Chefin der Hamburger Grünen, Katharina Fegebank, hat eine ernüchternde Bilanz des schwarz- grünen Regierungsbündnisses gezogen.

Hamburger Abendblatt 6./7. November

Während bundesweit die Grünen einen Aufwärtstrend erleben, knappst die GAL an der Zehnprozentmarke. Liegt das an der Politik oder der Führungscrew? Von wesentlichen Punkten ihres Koalitionsvertrages hat sich die GAL schon weit entfernt. Die GAL-Chefin, die sich gegen die Basis für die Wahl von Ahlhaus eingesetzt hat, hat wesentlich dazu beigetragen, ihre Wähler zu verärgern. Jetzt eine ernüchternde Bilanz zum Regierungsbündnis zu ziehen, ist heuchlerisch und den Wählern gegenüber ignorant.

Jürgen Stauff, per E-Mail

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

Schreiben Sie an briefe@abendblatt.de oder per Post an das Brieffach 2110, 20350 Hamburg