Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Völlig überzogene Preise

"Der große Immobilien-Atlas. Wo Hamburger noch günstig wohnen"

Preise für Wohnungen aus dem Bestand seit Januar um 5,3 Prozent gestiegen. 17 700 Euro in der Spitze pro Quadratmeter für Neubau in Harvestehude

Hamburger Abendblatt 30./31. Oktober

Vielen Dank für den Bericht. Wir suchen schon lange, wollen aber die verlangten (völlig überzogenen) Preise nicht bezahlen. Selbst für alte Häuser werden z. T. 500 000 Euro verlangt. Im nahen Umland bekomme ich dafür ein neues größeres Haus nach unseren Wünschen, dazu einen 7er-BMW mit Benzin für zehn Jahre. Diejenigen, die trotzdem kaufen, werden sich in zwei Jahren ärgern, wenn die Zinsen steigen und niemand mehr den Preis von heute bezahlen wird.

Gerhard Dorn, per E-Mail

Richtige Frauenquote

"Guttenberg, das Luxusproblem der CSU"

Auch beim Parteitag wird Horst Seehofer die Debatte um seine Nachfolge nicht mehr los. Frauenquote in geheimer Abstimmung beschlossen

Hamburger Abendblatt 30./31. Oktober

Unabhängig davon, welche Gründe die Delegierten bewegt haben, für die Frauenquote in der CSU zu stimmen, es war richtig. Die Diskussionen unterschlagen stets, dass wir überall gesetzliche oder akzeptierte (Männer-)Quoten haben. In Parlamenten, Gewerkschaften, Verbänden und Gremien sind z. B. für Vorstände parteipolitische, regionale, kirchliche und/oder berufliche Kriterien bei Wahlen und Berufungen vorgeschrieben oder akzeptiert. Da Frauen viele gleichwertige Potenziale, aber häufig nicht die männlichen Unterstützer-Netzwerke haben, ist eine Frauenquote kein Anlass, ihr Können zu bezweifeln.

Helga Schulz, ehemalige Vorsitzende des Deutschen Frauenrates, per E-Mail

Jammern ohne Ende

"Firmen kämpfen um Fachkräfte"

Einige Branchen finden kaum Personal, 70 500 Hamburger sind arbeitslos.

Hamburger Abendblatt 29. Oktober

Ich kann es nicht mehr lesen, dass angeblich Fachkräfte fehlen sollen. Noch vor ein paar Jahren wurden Fachkräfte, auch Ingenieure, massenweise von Firmen "entsorgt". Jetzt ist das Gejammer groß. Solange sich die Personaler nicht durchringen können über 50-jährige Hochqualifizierte einzustellen, wird das Jammern kein Ende nehmen. Das vorhandene breite Wissen kann in kürzester Zeit mit zusätzlich benötigtem Spezialwissen erweitert werden. Natürlich müssen die Firmen auch dafür aufkommen und die Fachkräfte anständig bezahlen. Mit Leih- oder Zeitarbeit ist es auf Dauer nicht zu bewerkstelligen.

Wolfgang Wottawa, per E-Mail

Arm dran

"Parkgebühren steigen um bis zu 300 Prozent"

Hamburgs Autofahrer werden abkassiert. Stadt beruft 100 Kontrolleure.

Hamburger Abendblatt 28. Oktober

Wenn ich in die Stadt fahre, möchte ich dort auch realistische Aussichten auf einen Parkplatz haben. Dafür würde ich gern mehr bezahlen. Bisher werden die Parkplätze überwiegend von Autofetischisten blockiert, die ebenso gut mit Bus und Bahn fahren könnten. Es gibt genug Leute, die auf das Auto angewiesen sind, die sind arm dran. Noch besser wäre: eine City-Maut, deren Erlös die HVV-Fahrpreise subventioniert.

Harry Grunwald, per E-Mail

Auf in den Süden

Angesichts der Feindschaft gegen Autofahrer und der Abzocke des Hamburger Senats kann ich Einwohnern der südlichen Landkreise nur empfehlen, das wunderschöne Lüneburg als Einkaufs- und Kulturzentrum aufzusuchen.

Bernhard Lokoschat, per E-Mail

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