Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Bärendienst

"Minister Rösler für Vorkasse beim Arzt"

Verbraucherschützer warnen vor einer Drei-Klassen-Medizin.

Hamburger Abendblatt 30. September

Weiß unser geliebter Herr Gesundheitsminister, welches Ei er uns mit der "Vorkasse" ins Netz legen will? Er hat sich und der Koalition einen Bärendienst erwiesen. Millionen ärmerer Familien sind gar nicht in der Lage, die gängigen Arztkosten in Vorkasse zu übernehmen.

Robert R. Kühn, per E-Mail

Endlose Geschichte

Man stelle sich Folgendes vor: Ein alter Mensch erhält nach mehreren Behandlungen bei einem Facharzt eine Rechnung über 400 Euro. Sofern er das Geld überhaupt hat, fährt er zu seiner Sparkasse und bringt die Überweisung auf den Weg. Zu Hause schreibt er dann einen Erstattungsantrag, fährt zur Post und lässt die Sendung frankieren oder bringt den Brief besser persönlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu seiner Krankenkasse. Nach Wochen erhält er seine Erstattung. Mittlerweile ist aber eine weitere Rechnung über 80 Euro von seinem Hausarzt eingegangen. Der alte Mensch fährt wieder zu seiner Sparkasse ...

Egon Gerhardt, per E-Mail

Nicht zulasten anderer

"Bildung fängt mit K an"

Kommentar zur außerparlamentarischen Großen Koalition für Kultur.

Hamburger Abendblatt 29. September

Kein vernünftiger Mensch kann gegen Kultur sein. Es gibt aber Leser des Abendblatts, die dessen Kampagne gegen das Sparen im Kulturbereich gar nicht gut finden und meinen, dass bei der gegebenen gesellschaftlichen Sparerfordernis der Kulturbereich nicht zulasten anderer wichtiger Bereiche von Sparmaßnahmen ausgenommen werden darf.

Klaus-Peter Koppelmann, per E-Mail

Realität statt Nadelstreifen

"Dem Namen verpflichtet"

Interview mit Frank Otto.

Hamburger Abendblatt 25. September

Das interessante Interview mit Medienmacher Frank Otto hat leider ein Manko. Mit seiner Frage "Basiert Ihre Abscheu vor Nadelstreifen, Rotary und High Society auf damaligen Erlebnissen?" übernehmen Sie offenbar ungeprüft längst widerlegte Vorurteile gegenüber der Serviceorganisation Rotary International mit 1,2 Millionen Mitgliedern. Wie andere große Nichtregierungsorganisationen engagiert sich Rotary weltweit im Kampf gegen Hunger und gefährliche Krankheiten ebenso wie für sauberes Wasser und bessere Bildung, um nur einige Aufgabengebiete zu nennen. Das ist rotarische Realität statt Nadelstreifen und High Society.

Diethart Goos, per E-Mail

Schlanke, schwarze Täter

"Wer zu spät liest ..."

Fast alle Beeren von Hamburgs einzigem Weinberg sind gepflückt.

Hamburger Abendblatt 30. September

Das Abendblatt und auch das Fernsehen rätseln, wer die Weintrauben geraubt hat. Ich weiß es, weil ich leider mit ansehen musste, wie meine Weintrauben erst braun und dann immer weniger wurden. Die Täter waren große, schlanke schwarze Fliegen, die sich wochenlang an den unreifen Beeren gütlich getan haben.

Gisela Meyer, Buchholz

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

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