Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Sicherheit ist maßgebend

"Die deutsche Spaltung"

Merkel feiert Atom-Kompromiss als "Revolution", Opposition und Umweltschützer wollen klagen.

Hamburger Abendblatt 7. September

Eine solche Verlängerung kann doch nicht auf einem Basar ausgehandelt werden. Für die Verlängerung ist allein die Sicherheit maßgebend. Und das ist bei einer Verlängerung des Betriebes, z. B. von Brunsbüttel von noch zwei auf weitere zehn Jahre, von fundamentaler Bedeutung. Hier sind glaubwürdige Gutachten gefordert, die alle Maßnahmen aufführen, die erfüllt werden müssen, bevor einer Verlängerung des Betriebes zugestimmt werden darf.

Dr. Wilfried Krull, Drage

Mogelpackung

Die geplante Laufzeitverlängerung selbst störanfälliger Atommeiler ist der faulste Kompromiss, den die wirtschaftsabhängige Politik jemals beschlossen hat und die größte Mogelpackung des Jahrhunderts dazu. Denn auch von der Brennelementesteuer werden sich die Energie-Lobbyisten über die Verbraucher-Preisschraube und andere Bilanzierungstricks freihalten. Revolutionär wäre allein eine geballte Alternativ-Innovation mit Sonnen- und Windenergie.

Michael Gerber, per E-Mail

Eine Bereicherung

"Abkehr vom Diktat der ,Gutmenschen'"

Der Meinungsforscher beschreibt angesichts der Sarrazin-Debatte, warum die CDU konservative Wähler derzeit nicht binden kann.

Hamburger Abendblatt 7. September

Vielen Dank, Klaus-Peter Schöppner, für diesen vorzüglichen Artikel. Sie beschreiben genau das, was die meisten von uns denken. Auch ich bin auf dem Weg, die CDU zu verlassen. Eine neue Partei, so wie Sie sie beschreiben, wäre eine Bereicherung für unser Land.

Anja-Veronika Hinz, per E-Mail

Wo der Schuh drückt

"Hamburger Altbürgermeister Dohnanyi will Sarrazin verteidigen"

Der frühere Bürgermeister Klaus von Dohnanyi kündigte an, Sarrazin in einem Ausschlussverfahren beizustehen.

Hamburger Abendblatt 6. September

Herr Gabriel, Sie sind zu weit von der Basis entfernt, um zu wissen, wo den Leuten im Lande der Schuh drückt. Herr Sarrazin hat es endlich einmal öffentlich ausgesprochen. Schön, dass es da noch Politiker wie von Dohnanyi gibt, die Sarrazin vor der Schiedskommission verteidigen wollen.

Rolf Jantzen, per E-Mail

Auf dem Gewissen

Chapeau, Herr von Dohnanyi. Endlich ein Mutiger und Ehrlicher, der den Heuchlern der SPD die Stirn bietet: All jene haben doch den Zustand der Migranten mit auf dem Gewissen und wollen sich jetzt in übler Art davonstehlen.

Klaus-Peter Müller, Hamburg

Aufregungsregiert

"Der Bahnhofsbau zu Babel"

Das Milliardenprojekt "Stuttgart 21" ist ein Fall von Größenwahn.

Hamburger Abendblatt 6. September

Wer ein Infrastrukturprojekt wie die Bahnstrecke Stuttgart-Ulm nur mit dem Hinweis auf Milliarden-Investitionen als Größenwahn darstellt, ist polemisch. Eine Modernisierung dieser Magistrale könnte die Fahrtzeit durch die wichtigsten Wirtschaftszentren Deutschlands auf 3,5 Stunden reduzieren. Das wäre doch ein veritables Zehnjahresprogramm für mehr Mobilität, mehr Arbeitsplätze, mehr Hochtechnologie und mehr Umweltschutz. Aber das bleibt wohl leider ein Traum im aufregungsregierten Deutschland.

Harald Lemke, Hamburg

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