Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Reine Jungenklassen?

"Jungs in der Krise"

Die gesellschaftlichen Anforderungen an das ehemals starke Geschlecht haben sich verändert.

Hamburger Abendblatt 18. August

Unseren Sohn, 14, mussten wir im Schuljahr abschulen, weil das Gymnasium es nicht geschafft hat, ihn zu motivieren. Laut Test ist er in einigen Teilen hochbegabt und geht nun auf eine private Realschule. Hier fühlt er sich wohl und bringt das erste Mal gute Leistungen. Warum schafft das der Staat mit seinen Lehrern nicht? Warum muss ich zusätzlich zu der Steuerlast viel Geld dafür bezahlen, dass mein Sohn nun endlich den Umgang erfährt, den er als Junge braucht? Wie man sieht, kann man Jungs durchaus für die Schule motivieren. Ist es so verkehrt, mal über reine Jungenklassen nachzudenken?

R. Richers, per E-Mail

Künstliche Gegensätze

Die Frauenbewegung war extrem wichtig in den 70ern. Einige wenige Lautsprecher dieser Bewegung meinten aber, schon dadurch mehr Rechte zu bekommen, indem sie die der Männer und den Geschlechterunterschied negierten. Die von Ihnen geschilderte Entwicklung, die übrigens schon seit 30 Jahren befürchtet wurde, deren Schilderung aber lange Zeit nicht politisch korrekt war, ist das Ergebnis dieser Schaffung von künstlichen Gegensätzen und zwanghafter Gleichmacherei.

Andreas Kaluzny, per E-Mail

Beruhigend und schlichtend

"Staatsanwalt klagt Polizisten an"

Zwei Beamte müssen sich wegen Körperverletzung, Nötigung und Freiheitsberaubung verantworten.

Hamburger Abendblatt 17. August

Wer jemanden schützt oder die Interessen anderer Menschen, die nach den Regeln des Gesetzes leben, in Sicherheit wiegen will, der schadet unweigerlich denen, die "anders" sind. Ich, 44, hatte manchen Kontakt mit der Polizei. In allen Fällen waren die Beamten in jeder Situation eine beruhigende und schlichtende Hilfe. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in jedem Fall mit Sicherheit richtig und zum Wohle aller. Ich vertraue der Polizei und fühle mich in Deutschland sicher aufgehoben.

Michael Holtkamp, Henstedt-Ulzburg

Spielen ja, Radau nein

"Kindergarten-Bau in Wohngebieten soll leichter werden"

Kinderlärm hat keine schädliche Umwelteinwirkung. Pläne der Regierung vor dem Abschluss.

Hamburger Abendblatt 17. August

Kinderlachen und Spielen sind für mich keine Belastung. Wir haben vor unserem Garten einen großen Kindergarten. Wenn die Kinder spielen und lachen, ist das sogar eine Freude. Aber wenn nur sinnlos geschrien und Radau gemacht wird, dann ist es fast nicht zu ertragen. Auch Erzieher und Eltern haben nicht immer das Gespür, dass Lärm auch störend ist.

Brigitte Berthold, per E-Mail

Reduziert

"Nun muss aber einmal gut sein"

Auch wenn einen diese schwimmenden Fresstempel eher nicht so sehr reizen - die "Queen Mary 2" sieht ganz nett und vor allem ganz gewaltig aus.

Hamburger Abendblatt 17. August

Keiner muss Kreuzfahrer oder deren Schiffe mögen, aber die "QM2" auf ein schwimmendes Kraftwerk und eine Abgas-Dreckschleuder zu reduzieren trifft weder die wirtschaftlichen Interessen einer hafenabhängigen Stadt wie Hamburg noch das Empfinden sehr vieler ihrer Bürger. Ich kann weder mit dem CSD etwas anfangen, noch nehme ich an den Cyclassics oder den Harley Days teil. Ich denke jedoch nicht im Traum daran, den jeweiligen Teilnehmern den Spaß zu verderben.

Horst Michael Cortrie, per E-Mail

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