Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Die Crown aufgesetzt

"Deutsch lernen mit Mama"

Migranten üben die Sprache im Projekt "Family Literacy".

Hamburger Abendblatt 30. Juli

Schon lange ärgert es mich, wenn ich lese: "Coming soon", anstelle von "Wir eröffnen demnächst". "Happiness Station", "Sale", am Bus der Pinneberger Verkehrsgesellschaft steht "Pimp up your ..." Verquastes Englisch, wohin man schaut. Aber dass ein Projekt zum Deutschlernen für Migranten unter dem Namen "Family Literacy" läuft, setzt dem allen doch die Krone auf. Was sollen die armen Menschen denn lernen? Denglisch anstelle von Deutsch? Warum heißt es nicht "Gemeinsam lesen", "Familien können lesen" oder ähnlich? Zum Glück hat das Abendblatt in Klammern den Sinn dafür erläutert. Ohne das käme man nicht aus.

Heidi Clausen, per E-Mail

Große Vergnügung

"Neue Serie 'Hamburg maritim' startet im Abendblatt"

Stapellauf zur längsten Hafenrundfahrt der Stadt.

Hamburger Abendblatt 30. Juli

Die Idee "Hamburg maritim" erwarte ich mit "großer Vergnügung", denn ich liebe Hamburg, insbesondere die Alster und die schönen Aussichten des Hafens. Ich komme aus Paris und lebe hier seit 29 Jahren. Als Künstlerin habe ich sehr oft diese Anblicke auf die Leinwand gebannt, und immer wieder, wenn ich Besuch aus Frankreich bekomme, unternehmen wir Kreuzfahrten auf der Alster und im Hafen. Meine Gäste sind wie ich sehr begeistert.

Mouna Ramcke, per E-Mail

Peinlich

"Urs Siegenthaler bleibt bei Löw"

Der sportliche Leiter kehrt dem HSV den Rücken und arbeitet nur für den DFB.

Hamburger Abendblatt 30. Juli

Die Peinlichkeiten um neue Führungskräfte beim HSV sind wirklich nicht zu überbieten. Alle Beteiligten an dieser Fußball-Komödie hätten schon vor Wochen erkennen müssen, dass der Rest der Liga eine solche Doppelfunktion nicht hinnehmen kann. Hoffentlich setzen Trainerteam und aktiver Bundesligakader durch anhaltend sportliche Erfolge positive Zeichen, die zwar die Probleme in der Chefetage nicht lösen werden, aber Fans und Gönner des HSV endlich einmal wieder zufriedenstellen könnten.

Gerhard Ullrich, per E-Mail

Wieder nur die Rentner

"CDU-Regierungschef will Rentengarantie kippen"

Stanislaw Tillich wendet sich gegen zu hohe Belastung junger Menschen.

Hamburger Abendblatt 31. Juli

Endlich wird von Teilen der Regierung unter Rücksicht auf den demografischen Wandel laut über Pensionskürzungen und ein Ende der Pensionsgarantien nachgedacht. Bravo! Der Alten Lasten sind ja auch kaum noch finanzierbar. Ach nee! Gerade sehe ich, es sind ja wieder nur die Rentner gemeint. Aber sitzt nicht das ganze Volk im selben Boot? Dann kann das doch nur bedeuten: entweder alle im Luxusdampfer mit Musik und Tanz oder alle bei Schiffszwieback an den Riemen. Oder sehe ich da etwas falsch?

Hajo Keller, per E-Mail

Solidargemeinschaft

Ich war 53 Jahre berufstätig und habe davon 50 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt. Wenn man mir die Möglichkeit eingeräumt hätte, die in dieser Zeit aufgewendeten Beiträge selbst am Kapitalmarkt anzulegen, wäre ich heute Millionär und brauchte mir nicht vorhalten zu lassen, ich würde auf Kosten der Jüngeren leben. Wenn jetzt jemand auf die Solidargemeinschaft verweist, möchte ich erwidern, dass diese keine Einbahnstraße ist.

Hans Lüders, per E-Mail

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

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