Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Schnacker

"Frigge: Fünf Senatoren reichen"

CDU-Finanzsenator macht im Übersee-Club weitreichende Sparvorschläge.

Hamburger Abendblatt 22. Juni

In Hamburg sagt man Schnacker. Der Senator sollte erst dann mit seinen Vorschlägen in die Öffentlichkeit gehen, wenn diese auch konkret, durchführbar und verbindlich eingeordnet werden können. Aber heutzutage ist wohl den Verantwortlichen die Kakofonie wichtiger als echte Taten. Wo sind die Macher, die wir brauchen?

Gerd Struck, per E-Mail

Von Opern und Löwen

Der Finanzsenator fragt, ob wir die Oper bezuschussen müssen, der "König der Löwen" erhielte auch keinen Zuschuss. Der Senator sollte Hoch- und Unterhaltungskultur nicht in einen Topf werfen. Die Oper ist nicht nur Musikgenuss, sie ist auch gesellschaftliches Gedächtnis. Aber sie setzt Bildung voraus. Es gibt auch Produktionen, die für die Weiterentwicklung der Kunst wichtig sind, zunächst aber wenig Interessenten locken. Deswegen lässt sich die Oper nicht kostendeckend verkaufen. Auch den "König der Löwen" brauchen wir. Es ist sehr gut gemachte Unterhaltung, hier kann sofort Lebensfreude getankt werden. Darum rechnet er sich.

Prof. Wolfhagen Sobirey (Präsident des Landesmusikrats), Hamburg

Meinung vieler Bürger

Alle Achtung, der Mann ist von allen Parteien verkannt worden. Was er im Übersee-Club berichtet hat, stimmt wohl haargenau mit der Meinung vieler Bürger überein. Jetzt liegt es an der Politik, alle Punkte sofort ohne Wenn und Aber umzusetzen.

Alfred H. Röhr, per E-Mail

AC/DC im Altenheim

"Jedes vierte Mädchen wird 100 Jahre alt"

Wissenschaftler fordert einen Demografie-Soli, um die Sozialsysteme zu retten.

Hamburger Abendblatt 22. Juni

Zur Anmerkung der Demografie-Expertin Rößner ("Das Leben in Altenheimen und Wohnheimen wurde zu lange forciert"): Meine Frau (49), ich (47) und einige Freunde halten die jetzigen Modelle nicht für auslaufend. Sicherlich muss auch über neue Formen und deren Finanzierung nachgedacht werden. Die jetzigen Heime nehmen wir aber nicht als "Sackgasse" wahr. Wir werden nun mal älter, die Bedürfnisse verändern sich. Die Heime werden sich den veränderten Lebensgewohnheiten der kommenden "Alten" anpassen. Oder glaubt jemand, dass ein heute 55-Jähriger, der zum AC/DC-Konzert geht, mit 80 im Heim auf seine Musik verzichtet?

Georg Hartmann, per E-Mail

Situationen besprechen

"Schiedsrichter vom Strand"

Immer mehr Fehlentscheidungen beeinflussen die Spiele. Jetzt stehen die Unparteiischen in der Kritik.

Hamburger Abendblatt 22. Juni

Warum gibt es nicht längst einen weiteren Schiedsrichter, der in einer verschlossenen Kabine mit drei Monitoren sitzt und über das Mikro mit seinen Kollegen auf dem Platz kritische Situationen besprechen kann?

Volker Edelhoff, per E-Mail

Wozu in der Feldstraße?

"16 Hamburger Straßen erhalten neue Fahrradstreifen"

Die Behörde plant in Hamburg auf gut zwölf Kilometern neue Fahrradstreifen.

Hamburger Abendblatt 19./20. Juni

An sich lobenswert. Aber wozu in der Feldstraße? Dort gibt es beiderseitig bereits einen hochwertigen - rot gefliesten - Radweg, welcher nicht zugeparkt werden kann.

Michael Björnson, Hamburg

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