Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Torheit

"Gauck ist nicht versöhnlich"

Interview mit der Präsidentschafts kandidatin der Linken, Luc Jochimsen.

Hamburger Abendblatt 17. Juni

Endlich Klartext! Die bemerkenswert ehrlichen Ausführungen von Frau Jochimsen beweisen dreierlei: Alter schützt vor Torheit nicht. Die Linke ist weder in Deutschland noch in der Demokratie angekommen, und von Recht oder gar Völkerrecht scheint dort auch niemand etwas zu verstehen.

Dr. Ludwig Gehrke, per E-Mail

Deckeln oder flicken?

"Senat kürzt Mitarbeitern das Weihnachtsgeld"

Ole von Beust verkündet seine Liste der Sparmaßnahmen.

Hamburger Abendblatt 17. Juni

Mir stellt sich die Frage, ob es wirklich notwendig ist, für den Deckel über die A 7 so viel Geld auszugeben. Ich wohne in Schnelsen direkt oberhalb der A 7. Meiner Meinung nach ist es absolut überflüssig, die Autobahn zu deckeln und obendrauf Schrebergärten usw. anzulegen. Autobahnen verursachen nun mal Lärm, das war schon immer so, und es ist nicht einzusehen, dass viele Millionen Euro ausgegeben werden für so einen - Entschuldigung - Unsinn. Mit dem Geld kann man wirklich sehr viel Nützlicheres anfangen. Straßenschäden beseitigen, Radwege instand setzen und vieles mehr. Ob darüber auch an zuständiger Stelle mal nachgedacht wird? Es wäre zu wünschen.

Annelise Henning, per E-Mail

Kein Beweis

Kommentar "Ohrfeige für die Schulreformer"

Über die angestrebten Änderungen im Bildungssystem.

Hamburger Abendblatt 15. Juni

Als ich den Kommentar gelesen habe, ist mir der Geduldsfaden gerissen Schon die Überschrift soll doch implizieren, dass es hier eine bahnbrechende Neuigkeit gibt, die beweist, dass die Schulreform völlig unnötig ist und zwar aus berufenem Munde des "PISA-Papstes", der nur das zentrale Argument wiedergibt, was von Anfang an gegen die Reform sprach: Es gibt keinen empirischen Beweis für die Überlegenheit des längeren gemeinsamen Lernens, um gleich danach zu revidieren, dass es diesen auch gar nicht geben kann, weil dieser Zusammenhang auch nie wissenschaftlich untersucht wurde. Diese Aussage hat doch somit keinen Wert und kann demnach auch keine Ohrfeige für die Reformbefürworter sein.

Marc Jessen, per E-Mail

Afrikas kollektives Gefühl

"'Bafana Bafana' vor dem Aus"

Südafrika verliert bei der Fußball-WM gegen Uruguay 0:3.

Hamburger Abendblatt 17. Juni

Bevor man den Südafrikanern einen der besten Trainer der Welt an die Seite stellte und noch bevor man anfing, sensationelle Stadien zu bauen, hätte man die Fans auf Weltniveau trainieren müssen. Sie hätten gelernt, ihre von Glück beseelte und kraftvolle Stimme zu nutzen, um ihrem Willen im Kollektiv Ausdruck zu verschaffen. Sie hätten begriffen, dass ihre Stimme Geltung hat, gehört und verstanden wird. Doch so wie die Menschen in Schwarzafrika durcheinander leben, so freuen sie sich in den WM-Stadien auch durcheinander. Einzig beim 0:2 (Elfmeter) gegen Uruguay hat die Welt das eindringlichste kollektive Gefühl Afrikas gespürt. Die Trauer. Es war still, und jeder hat es verstanden.

Jörg Dupont, per E-Mail

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten. Weitere Briefe auf www.abendblatt.de

Schreiben Sie an briefe@abendblatt.de oder per Post an das Brieffach 2110, 20350 Hamburg