Meinung

Leserbriefe an die Redaktion

Wachsendes Alkoholproblem

"HVV soll Alkohol in Bussen und Bahnen verbieten"

Der Druck auf den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) zur Einführung eines Alkoholverbots wächst.

Hamburger Abendblatt Pfingsten

Ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen lässt sich ohne Personal genauso wenig durchsetzen wie Verbote, mit Pommes, Füßen auf dem Sitz und nervigen Musikgeräten zu fahren oder seine intimsten Angelegenheiten am Handy auszubreiten. Es wäre dennoch sehr sinnvoll, damit die nächste Generation nicht von klein auf täglich Leute mit Bierdosen sehen muss. Das Verbot könnte also helfen zu verhindern, dass das Alkoholproblem ständig wächst.

Marianne Meyer, per E-Mail

Hinweise in den Bahnen

Ich verstehe die Diskussion nicht. In jedem Wagen der Bahnen sind die "Hinweise zur Nutzung der Verkehrsmittel" angebracht, in denen es eindeutig heißt: "Es ist untersagt, (...) alkoholische Getränke zu konsumieren (...). Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir Personen, die gegen diese Regeln verstoßen, von der Weiterfahrt ausschließen". Das Verbot ist also bereits ausgesprochen und die Konsequenzen auch.

Ronald Bücker, per E-Mail

Verbot nicht durchsetzbar

Über ein Alkoholverbot in Bussen und Bahnen kann ich nur lachen. Wer will das kontrollieren? Wie sieht es mit den Leuten aus, die schon betrunken einsteigen? Ein Verbot ist nicht durchzusetzen. Die jungen Leute trinken in Bus und Bahn, wenn sie am Wochenende in eine Disco gehen, weil sie dort die Preise nicht bezahlen können. Das sind die Harmlosen. Der Rest ist auf Krawall aus. Es sollten deshalb mehr Kontrollen in Bussen und Bahnen erfolgen (zumindest am Wochenende).

Karla Krahl, per E-Mail

Erschrocken

"Wie kommen wir da runter?"

Deutschland türmt seit Jahrzehnten einen Schuldenberg auf.

Hamburger Abendblatt Pfingsten

Meine Zwillingsschwester und ich gehören zur jüngeren Generation. Als wir im Abendblatt die Schuldenkurve sahen, waren wir erschrocken. So schön es auch ist, wenn ein Soziologieprofessor höhere Verdienstmöglichkeiten für soziale und pflegerische Berufe fordert, so bleibt doch die Frage bestehen: Wie kommen wir denn nun "da runter"?

M. Walther, per E-Mail

Beispiel Frankreich

"Gebührenfreie Bildung von Anfang an"

Dazu zählt Ver.di-Landeschef Rose auch die Betreuung in einer Kita, die aus Steuern bezahlt werden sollte.

Hamburger Abendblatt 21. Mai

Wolfgang Rose bringt es auf den Punkt. Bildung fängt in der Kita an. Schulen werden auch voll finanziert, warum dann nicht die Einrichtungen für das frühkindliche Alter? In Frankreich ist es selbstverständlich, dass die (kostenfreie) École maternelle ab dem Alter von 2,5 Jahren besucht wird. In Frankreich liegt die Geburtenrate bei 2,07 Kindern. Es spricht also vieles für eine kostenfreie frühkindliche Bildung.

Catherine Weller, per E-Mail

Zulasten anderer

Im Grundsatz kann man Herrn Rose zustimmen. Allerdings auf Berlin zu verweisen, das ab 2011 Gebührenfreiheit einführt, obwohl ärmer als Hamburg, ist reiner Populismus. Berlin ist mehr als hoch verschuldet und erhält auch aus dem Länderfinanzausgleich Geld in die Kassen. Hamburg zahlt dagegen in den Länderfinanzausgleich ein. Hier bietet ein Bundesland zulasten anderer Bundesländer Gebührenfreiheit an.

Jürgen Neffe, Seevetal

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