Schüler machen Zeitung
Blue Devils

Mein Sport heißt American Football

Lesedauer: 3 Minuten
Lauritz Philippi, Klasse 10b, Private Stadtteilschule St. Georg
Die Blue Devils gegen die Kiel Baltic Hurricanes in der Saison 2016

Die Blue Devils gegen die Kiel Baltic Hurricanes in der Saison 2016

Foto: Christian Fenneberg

Zimperlich geht es im Spiel nicht zu. Aber die Leidenschaft lässt selbst einen gebrochenen Finger schnell vergessen.

Hamburg.  Seit zwei Jahren spiele ich American Football bei den Hamburg Blue Devils in der ersten Liga von drei Ligen, nachdem ich zuvor die beiden ersten Jahre im Team der Hamburg Dockers war. Die Hamburg Dockers haben sich damals leider aufgelöst, sodass ich mir ein neues Team suchen musste. Dieses Team habe ich bei den Hamburg Blue Devils gefunden.

Zu diesem tollen Sport bin ich gekommen, weil ich zuvor beim Probetraining in einem Fußball Verein keine guten Erfahrungen gemacht habe. Dort war ich ziemlich auf mich alleine gestellt, und niemand hat sich während des Trainings um mich gekümmert, obwohl Fußball doch eigentlich ein Teamsport sein soll.

Da mein vier Jahre älterer Bruder schon etwas länger American Football spielt, bin auch ich dort zum Probetraining gegangen. Ich habe mich sofort wohlgefühlt, weil die Trainer gleich auf mich zugegangen sind und mir alles erklärt und gezeigt haben. Auch die Stimmung im Team war viel positiver, als ich es zuvor beim Fußball erlebt hatte.

Es geht auch um den Teamgeist

Beim American Football geht es auch um den Teamgeist. Beim American Football ist das Hauptziel, durch Raumgewinn Punkte für das Team zu sammeln. Eine Mannschaft besteht aus „Defense“ und „ Offense“. Die Offense ist für die Punkte zuständig, und die Defense verteidigt so gut, dass die gegnerische Mannschaft im besten Fall keine Punkte erzielen kann. Dann geht es noch hauptsächlich um den Teamgeist und darum, dass man zusammenspielt. Wenn ein Spieler seine Aufgabe nicht richtig erfüllt, wird dadurch der Spielzug gefährdet.

Seit Beginn ist meine Spielposition Runningback. Dort soll ich die Punkte für das Team holen, was durch ein Touchdown passiert. Dabei muss ich die recht kräftigen und schweren Abwehrspieler austricksen und schnell die Lücken in der Defensiv-Formation erkennen.

Ernsthaft verletzt war ich bisher nur einmal

Die kräftigen Leute in meinem Team versuchen, mir den Weg frei zu halten. Klappt das nicht so gut, rennen mich die Gegner um, und es gibt einen großen Spielerhaufen und ich bin ganz unten zusammen mit dem Ball. Wegen der sehr gewaltigen Schutzkleidung komme ich da aber meistens unversehrt wieder raus. Ernsthaft verletzt war ich bisher nur einmal. Vor fünf Monaten habe ich mir einen Finger gebrochen.

Aber inzwischen kann ich wieder spielen. Unser Teamspirit beschränkt sich nicht nur auf die Zeit auf dem Spielfeld oder auf die Zeit beim Training, sondern wir unternehmen auch sonst sehr viel zusammen. Im vergangenen Jahr waren wir zusammen im Schwimmbad und im Jump House. Wir waren Paintball spielen, und wir waren auch öfter zusammen im Restaurant.