Galerie Hamburg

20 Jahre Heilumcowboy Artspace – Querschnitt der Urban Art

| Lesedauer: 2 Minuten
Stefan Reckziegel
Melvin Heikhaus (l.) hat Heliumcowboy Artspace Ende 2020 von seinem Vater und Galerie-Gründer Jörg übernommen. Heikhaus senior ist auch als Künstler Alex Diamond bekannt.

Melvin Heikhaus (l.) hat Heliumcowboy Artspace Ende 2020 von seinem Vater und Galerie-Gründer Jörg übernommen. Heikhaus senior ist auch als Künstler Alex Diamond bekannt.

Foto: Julia Schwendner

Die Galerie in der Neustadt zeigt zum Geburtstag mit „Back to the Future“ Werke von 14 Kunstschaffenden, unter ihnen Jon Burgerman.

Hamburg.  2022 ist für die Galerie Heliumcowboy Artspace ein turbulentes, wenn auch kein einfaches Jahr. Den 20. Geburtstag feiert die über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Hamburger Ausstellungsstätte für Urban Art dennoch gleich zweimal: Nach der bisher größten Einzelausstellung „It’s All Good“ mit etwa 150 Zeichnungen des Galerie-Gründers Jörg Heikhaus, unter seinem Künstlernamen Alex Diamond international bekannt, im Juni in der angemieteten Barlach Halle K hat sein Sohn Melvin Heikhaus in der Galerie in der Neustadt nun eine Gruppenausstellung kuratiert.

Galerie Hamburg: Einzigartige Figuren von Jon Burgerman

Im Gebäude des einstigen Fundbüros Hamburg am Bäckerbreitergang zeigt der versierte Galerie-Jung-Manager (24) unter dem Titel „Back to the Future“ bis zum 20. Januar einen Querschnitt aus Werken von 14 Kunstschaffenden, die in zwei Jahrzehnten Heliumcowboy Artspace mitgeprägt haben und weiterhin prägen sollen, von Anne Athena über Alex Diamond und Boris Hoppek bis Mara Yuki.

Ohne dass Heikhaus junior eine oder einen der Beteiligten hervorheben möchte – die komischen und bunten Figuren des Engländers Jon Burgerman, Anfang des Jahres schon auf dem Times Square zu sehen, haben für ihn „einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert“.

Heikhaus bietet Alternative zur "Blut-WM"

Beim Heimcowboy-Stammgast Jens Rausch wirken trotz der Abstraktheit (und verwendeter Stoffe wie Asche, Bitumen und Kupfereroxid) seine Mischwaldbilder unglaublich real. Und an Susannah Martin, die nackte Körper in schönen, beinah plastischen Landschaften auf der Leinwand zum Leben erwecket, gefällt Heikhaus junior „der umwerfende Hyperrealismus“.

Der politischen und sportlichen Realität verschließt sich FC-St.-Pauli-Fan Melvin Heikhaus aber nicht: Als Alternativen zur „Blut-WM“ (Heikhaus) bietet der Galerist parallel zu den Deutschland-Spielen ein spezielles Programm an, etwa an diesem Donnerstag,eine 20-Uhr-Führung durch die Ausstellung („Late View“). Für den 9. Dezember (19 Uhr) ist ein Artist Talk geplant, für den 14. Dezember (19 Uhr) Klönen und Kritzeln („Doodle Night“) mit Künstlern der Galerie und Künstlerfreunden.

„Back to the Future“, 20 Jahre Heliumcowboy Artspace bis 20.1.2023, jew. Mi-Fr, jew. 15.00-18.00, Bäckerbreitergang 75, Eintritt frei; www.heliumcowboy.com

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