"Monet.Orte"

Museum Barberini zeigt große Monet-Ausstellung

"Der Garten von Vetheuil" (1881) im Museum in Potsdam.

"Der Garten von Vetheuil" (1881) im Museum in Potsdam.

Foto: dpa

Der Seerosenteich in Giverny, die Waterloo Bridge in London oder die Landschaft der französischen Gemeinde Argenteuil: In seiner neuen Ausstellung zeigt das Museum Barberini auf drei Etagen die Vielfalt der porträtierten Orte des Malers Claude Monet.

Potsdam. Das Potsdamer Museum Barberini geht in seiner neuen Ausstellung Orten nach, die den französischen Maler Claude Monet (1840-1926) inspirierten. Vom 22. Februar bis zum 1. Juni ist die Ausstellung "Monet.Orte" mit 110 Werken des Impressionisten zu sehen - von seinem allerersten dokumentierten Werk im Alter von 16 Jahren bis zu seinen Seerosenbildern in seinem Garten von Giverny, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Die Schau sei die größte Monet-Ausstellung, die es in Deutschland bislang gegeben habe, sagte Museumsdirektorin Ortrud Westheider.

Über drei Etagen zeigt das Kunsthaus Bilder des impressionistischen Malers, sortiert nach den Orten, die er besuchte und die ihn zu seinen Werken inspirierten. "Was bei Monet immer wieder auffällt in seiner ganz umfangreichen Korrespondenz, ist, dass er immer darüber schreibt, dass er eine Landschaft erstmal erschließen, erkunden muss", sagte Kurator Daniel Zamani.

Zu den Gemälden, die Besucher im Museum anschauen können, gehören Serien wie der Seerosenteich in Giverny oder die Waterloo Bridge, die Monet nach Angaben von Kurator Zamani bei seinen Besuchen in London 41 Mal porträtierte. In einem weiteren Raum kann man dem in Paris geborenen Künstler auf seinen Zugfahrten durch Frankreich folgen, von seinem Gemälde des Pariser Bahnhofs Saint-Lazare (1877) zu der nur 15 Minuten Fahrtzeit entfernten französischen Gemeinde Argenteuil. Immer wieder fuhr er zwischen den Orten hin und her, bepackt mit Staffeleien und Farbpaletten, um dort "sur place" ("vor Ort") zu malen.

Den Grundstock der Ausstellung bilden die Sammlungen des Museumsstifters Hasso Plattner sowie des Denver Art Museum. Ergänzt wird er durch zahlreiche Leihgaben, etwa aus dem Musée d’Orsay, der National Gallery in London und dem Metropolitan Museum of Art in New York. 34 Bilder von Plattner sind in der Orte-Schau zu sehen. Ab dem 5. September sollen aus seiner Sammlung weitere Werke von über 20 Impressionisten und Post-Impressionisten hinzukommen. Das Museum will dann 104 Bilder von Künstlern wie Pierre-Auguste Renoir, Henri-Edmond Cross und Alfred Sisley als Dauerausstellung zeigen.