Hamburg. Die 88 Jahre alte Legende des Jazz gab ein Solokonzert, das großen Eindruck hinterließ. Erstaunlich, wie konzentriert das Publikum war.

So sieht es also aus, wenn die große Stille und Gelassenheit sich über das eigene Leben gelegt hat. Abdullah Ibrahim kommt langsam und von einer jungen Frau gestützt auf die Bühne im Großen Saal der Elbphilharmonie, legt als Dank für den rauschenden Begrüßungsapplaus die Handflächen wie zum Gebet aneinander, setzt sich an seinen geliebten Fazioli-Flügel – und spielt. Eine Stunde ohne Unterbrechung.