Hamburg. The Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin eröffneten die Elbphilharmonie-Spielzeit mit großartigen Solistinnen.

„Angeber” war das erste Wort, dass dann aber doch nicht spontan in den Notizen landete. Einige Jahre ist es her, dass – ganz wichtig fürs Tutti-Ego – „The“ Philadelphia Orchestra vorführte, wie sehr es zu den besten, beeindruckendsten Orchestern der Welt zählt. Nun also gleich zwei Termine hintereinander im Großen Saal der Elbphilharmonie, der zweite wegen der programmpolitischen Untertöne zur Saisoneröffnung deklariert, und diese All-Star-Band benötigt etwa viereinhalb Takte, bis die Extra-Klasse glasklar im Raum steht. Das liegt auch an Yannick Nézet-Séguin, dem der Job als Chefdirigent unter solchen Idealumständen garantiert Vergnügen bereitet. Aber eben längst nicht nur.