Salzburg. „Jakob Lenz“ wurde 1979 in Hamburg uraufgeführt – und er ist immer noch so tragisch und verrückt. Bariton Nigl umarmte die Rolle.

Der „Lenz“ war wieder da, für einen Abend, und er ist immer noch so tragisch, packend, verrückt wie eh und je. Als dieses schrecklich eindringliche Stück im März 1979 erstmals ins Licht der Bühnenwelt geriet, war Wolfgang Rihm keine 30 Jahre jung, ein vor Selbstbewusstsein strotzender Nachwuchs-Komponist aus Karlsruhe. Stattliche 1,93 Meter hoch, sonniges Gemüt, „fröhliches Lachen und wirrer Lockenkopf“, so beschrieb ihn eine Kollegin, kurz bevor die Kammeroper „Jakob Lenz“ in der Opera stabile der Hamburger Staatsoper uraufgeführt wurde.