Hamburg. Die litauische Dirigentin verzückt mit der unwiderstehlichen Klarheit ihrer Gesten. Am Ende sind selbst die Musiker verdutzt.

Das Dirigieren kann so einfach sein, kinderleicht geradezu. Es genügt dabei völlig, in jedem Moment millimetergenau zu wissen, wo alles ist und warum und wo alle sind. Wohin und wie sich alles bewegen soll und wie man dort hinkommt und es so klingt, wie man es möchte. Das kann je nach Vorliebe mit Taktstock passieren oder auch ohne, denn an jeder regulären Hand sind fünf Versionen vorhanden. Sind diese Dinge grundsätzlich geklärt, kann man tatsächlich enormes Vergnügen an der federleichten Schwerarbeit haben. Beneidenswert, falls es so weit kommt.