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Konzerte in Hamburg: Von Levit über Mutter bis Nelson

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Auch die Wiener Philharmoniker sind mit dabei (Archivfoto).

Auch die Wiener Philharmoniker sind mit dabei (Archivfoto).

Endlich wieder Musik in der Hansestadt: Ein Überblick über die ProArte-Konzertreihe in der Spielzeit 2021/22.

Hamburg.  Es ist fast, als wäre so rein gar nichts gewesen seit März 2020. In der Saisonübersicht der ProArte-Konzertreihe stapeln sich geradezu die bekannten Namen und sehr viele eingängige Stücke. Dass noch nichts für wirklich belastbar gehalten werden darf, verrät erst das Kleingedruckte: Wer ein neues Abo möchte, kann sich vormerken lassen. Wie viele Plätze in den Sälen belegt sein dürfen – man kann nur raten. Und wann der Einzelkartenverkauf beginnt? Irgendwann, vielleicht eher früher als später. Doch ProArte-Geschäftsführer Burkhard Glashoff ist entschieden optimistisch beim Blick nach vorn.

In der A-Reihe der Meisterpianisten macht Igor Levit dort weiter, wo er bald aufhört, seinem Beethoven-Sonaten-Zyklus folgen weitere Großformate: die 24 Präludien und Fugen von Schostakowitsch sowie Stevensons noch anstrengendere „Passacaglia on DSCH“. Ansonsten: Sokolov kommt und spielt, was er möchte; Buchbinder gastiert mit sehr viel Beethoven und Lisiecki mit Chopin, daneben Lang Lang unter anderem mit Bach und Daniil Trifonov als Liedbegleiter von Matthias Goerne.

Wiener Philharmoniker, Andris Nelson und Cecilia Bartoli

Das LSO mit seinem vorzeitig aus London nach München wechselnden Noch-Chef Sir Simon Rattle wird mit fünf Terminen zum „Orchestra in Residence“ der Saison befördert. Doch noch gewichtiger ist die Dublette von Andris Nelsons, der mit seinen Orchestern aus Boston und dem Leipziger Gewandhaus vier Termine anbietet, und vor allem Opulentes von Strauss. Dazu u. a. die Wiener Philharmoniker, Barenboim und die Staatskapelle, Thielemann und seine Noch-Dresdner, fast unter „Ferner spielen“.

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Im Solisten-Sortiment kombiniert Anne-Sophie Mutter die „Vier Jahreszeiten“ mit Frischkomponiertem von Unsuk Chin, Vikingur Olafsson, Bach und Glass. Im Bereich der „Großen Stimmen“ meldet sich Cecilia Bartoli mit Pergolesis „Stabat Mater“ zurück. Julia Lezhneva, die gerade in der Staatsoper in „Agrippina“ alles überstrahlt, singt Barockes, und Joyce DiDonato präsentiert, wie es ihre Art ist, ein von ihr maßgeschneidertes inszeniertes Konzert mit Musik von Purcell bis Ives.

Musik in der Hamburger Laeiszhalle

Im gemischteren Sortiment der Abo-Reihen k1 bis X finden sich Namen wie die Kammerakademie Potsdam mit Antonello Manacorda und den letzten drei Mozart-Sinfonien, die Rotterdamer mit Yuja Wang und dem 2. Rachmaninow-Klavierkonzert oder das CBSO mit Mirga Gražinytė-Tyla und dem Cellisten Sheku Kanneh-Mason. Klaus Maria Brandauer pilgert zu Beethoven, und Diana Damrau singt mit Johannes Kaufmann Lieder von Schumann und Brahms – aber, sicher ist sicher, in der Laeiszhalle.

Informationen: www.proarte.de

( jomi )

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