Hollywood-Verfilmung

Bin-Laden-Tötung kommt 2012 in die Kinos

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Oscar-Preisträgerin Bigelow plant seit Jahren einen Film über die Jagd auf den al-Qaida-Chef. Jetzt aktualisiert die Regisseurin das Drehbuch.

Los Angeles/New York. Die Szene wurde bekanntlich schon live auf den Bildschirmen verfolgt, doch bald schon soll auch der Rest der Welt zu sehen bekommen, was US-Präsident Barack Obama und sein Stab bezeugte: Die Tötung des al-Qaida-Chefs Osama bin Laden in Pakistan.

Die Jagd auf den Terrorfürsten mitsamt ihrem tödlichen Ende wird Stoff eines Hollywood-Streifens. Regisseurin Kathryn Bigelow, ihres Zeichens Oscar-Preisträgerin , will noch im Sommer mit dem Film über bin Laden beginnen. Bigelow ("The Hurt Locker“) arbeitet seit Jahren an dem Stoff. Nach der Tötung bin Ladens Anfang des Monats werde jetzt gerade das Drehbuch aktualisiert, meldete der "Hollywood Reporter“ am Mittwoch.

Details des Films, der nun erst Ende nächsten Jahres in die Kinos kommen soll, sind noch nicht offiziell. Zwar stehe das Produzententeam, Namen von Schauspielern sind jedoch ebenso wenig bekannt wie der Titel des Films. Bin Laden war Anfang Mai von einem US-Spezialkommando in der pakistanischen Stadt Abbottabad erschossen worden.

Bigelow arbeitet für den Bin-Laden-Film wieder mit dem Drehbuchschreiber Mark Boal ("Im Tal von Elah“) zusammen. Beide hatten vor gut einem Jahr für "The Hurt Locker“ einen Oscar bekommen, er für das Buch, sie als erste Frau für die Regie. Auch "The Hurt Locker“, der insgesamt sechs Oscars bekam, drehte sich um eine militärische Spezialeinheit, es ging um Bombenentschärfer der US Army im Irak. An dem Film über die Navy-Seals, die lange und letztlich erfolgreich bin Laden jagten, arbeiten Bigelow und Boal schon seit Jahren. Den Verleih in den USA will Columbia Pictures übernehmen. (dpa/abendblatt.de)