Ein bisschen Krimi, ein bisschen Aliens, Porno und magischer Realismus: Im Schweizer Film „Nachtkatzen“ verschwimmen alle Grenzen.

Von einer verflossenen Liebe singt der Chansonnier Christophe in seinem Hit „Aline“, dazu ergötzen sich zwei Männer unterm Wasserfall am Nass und aneinander, der Farn wird mit Milch aus Krügen begossen. Ironische Wollust vor Waldkulisse in Zeitlupe. Was hier gleich in den ersten rauschhaften Sekunden zu sehen ist, spielt sich an einem Filmset ab, eine Art panerotischer Fetischfilm in historischen Kostümen wird gedreht. „Könnt ihr das mit ein bisschen mehr Spucke machen?“, kommt die Regieanweisung für die Knutschszene.