Hamburg. Selfies waren schon in der Moderne angesagt – das beweist ein Buch von Ex-Kunsthallen-Direktor Uwe M. Schneede.

Die Eitelkeit, sich zu einem Fototermin besonders in Schale zu werfen, hat Uwe M. Schneede vermutlich längst hinter sich gelassen. Er weiß, wer er ist. Und dasselbe erwartet er auch von seinen Interviewpartnern. Ein dunkler Blazer reicht als Referenz, dass er mal die wichtigste Museumsdirektorenstelle bekleidete. Der einstige Kunsthallen-Direktor empfängt in seiner geräumigen Altbauwohnung in einer der schönsten Straßen Eimsbüttels. Hier wohnt er schon seit mehr als 30 Jahren zusammen mit seiner Frau. Vom vierten Stock aus schaut man über den Weiher, auf der anderen Seite des Raumes blickt man in ein meterhohes Meer an Büchern, an dem eine lange Leiter steht.