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Kultur-Tipps für Hamburg: Von a-ha bis Tag der offenen Tür

| Lesedauer: 8 Minuten
Das Familien-Musical „Der achtsame Tiger“ mit Alex Melcher in der Titelrolle ist nur ein Programmpunkt beim „Tag des offenen Schmidt“ diesen Sonntag am Spielbudenplatz.

Das Familien-Musical „Der achtsame Tiger“ mit Alex Melcher in der Titelrolle ist nur ein Programmpunkt beim „Tag des offenen Schmidt“ diesen Sonntag am Spielbudenplatz.

Foto: Morris Mac Matzen/mmacm.com

Pop, Satire, Klassik, Kunst und Theater – Hamburgs beste Termine, für die es noch Karten gibt oder diesmal gar keine nötig sind.

Hamburg. Von „A“ wie a-ha in der Arena bis zu „T“ wie Tag der offenen Tür in den Schmidt-Theatern – das kulturelle Angebot dieser Woche in Hamburg kostet mal mehr, mal gar nichts, weil eintrittsfrei.

Hamburg: Schmidt-Theater laden zum Tag der offenen Tür

Der 8. Mai ist dieses Jahr nicht nur Muttertag, dieser Sonntag ist auch der „Tag des offenen Schmidt“. Das Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und Schmidtchen öffnen um 11 Uhr für fünf Stunden. Einblicke ins aktuelle und kommende Programm gewährt Theaterchef Corny Littmann auf der Schmidt-Bühne: Er und die Darsteller bieten einen Vorgeschmack auf das Stück „Die Königs schenken nach!“ von Martin Lingnau, Heiko Wohlgemuth und Mark Needham, das am 2. Juni Uraufführung hat – Fortsetzung des Musikkomödien-Hits „Die Königs vom Kiez“.

„Der achtsame Tiger“ aus dem Familien-Musical zeigt im Tivoli sanft die Krallen, schon tagsüber sind Ausschnitte der „Schmidt Mitternachtsshow“ zu erleben. Im Schmidtchen gibt es Livemusik, Spiel und Kinderspaß, zudem Hausführungen – mit Blicken hinter die Kulissen der „Heißen Ecke“ und von Angie’s Nightclub.

„Tag der offenen Schmidt“ So 8.5., 11.00–16.00, Schmidts Tivoli, Schmidt Theater und Schmidtchen (S Reeperbahn, U St. Pauli), Spielbudenplatz 22–28, Eintritt frei, www.tivoli.de

a-ha geben Konzert in der Barclays Arena

Die norwegische Band a-ha ist seit Erscheinen ihres Albums „Hunting High and Low“ 1985 nicht mehr von den Bühnen der Welt wegzudenken. Am 12. Mai treten Morten Harket, Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen auf ihrer Europa-Tour in der Barclays Arena auf.

Wobei die einstigen Teenie-Lieblinge - das Konzert in der Vorwoche in Hannover lässt es ahnen – vorrangig Titel ihres erfolgreichsten, 37 Jahre alten Albums zum Besten geben werden. Auch „Take On Me“ und „The Sun Always Shines on T.V.“ stammen von diesem Debüt.

a-ha Do 12.5., 20.00, Barclays Arena (S Stellingen + Bus 380), Sylvesterallee 10, Karten ab 55,- im Vorverkauf

Kabarett: „Grimms sämtliche Werke … leicht gekürzt“ im Altonaer Theater

Seit Michael Ehnert, Kristian Bader und Jan-Christof Scheibe im Oktober mit „Grimms sämtliche Werke … leicht gekürzt“ im Altonaer Theater Premiere feierten, sind die drei Schauspieler, Kabarettisten und Musiker viel getourt. In Hanau, Geburtsstadt der Brüder Grimm, spielte das Trio jüngst seine 50. Vorstellung.

Da sich das von Ehnert geschriebene und von Martin Maria Blau inszenierte Stück auch in Hamburg weiterer Nachfrage erfreut, rückt es von Dienstag an recht kurzfristig wieder auf den Altonaer Spielplan. Und die drei Komödianten spielen nicht etwa Märchen nach, sie gehen der Entwicklung der deutschen Sprache und Kultur in den vergangenen zwei Jahrhunderten auf den Grund. Bis hin zu aktuellen Spitzen über „Gender-Wahn“, „Cancel Culture“ und „Political Correctness“, mitsamt Deutsch-Rap und Reggae-Hymne auf das Semikolon.

„Grimms sämtliche Werke … leicht gekürzt Di 10./Mi 11.5., 6./7.6., 12., 14./15.6., 19.30, Altonaer Theater (S Altona), Museumstr. 17, Karten zu 18,- bis 40,- unter T. 39 90 58 70

Kino-Tipp: Film über Leben von Heinrich Vogeler

Kurz nach der Jahrhundertwende war Heinrich Vogeler ein ebenso bekannter wie vielseitiger Künstler. Er arbeitete als Maler, Grafiker, Architekt, Designer, Pädago­ge und Autor. Regisseurin Marie Noelle hat sein Leben unter dem Titel „Aus dem Leben eines Träumers“ verfilmt.

In den Spielszenen ist Florian Lukas in der Hauptrolle zu sehen, daneben Anna Maria Mühe, Johann von Bülow, Alice Dwyer, Samuel Finzi und Naomi Achternbusch als Paula Modersohn-Becker. Außerdem äußern sich Künstler und Historiker. Hamburg-Premiere ist am Freitag, 13. Mai, mit der Regisseurin und Hauptdarsteller Lukas im Zeise.

„Heinrich Vogeler – Aus dem Leben eines Träumers“ Fr 13.5., 19.30, Zeise (Bus 2, 150), Friedensallee 7–9, Karten 9,50/erm. 8,50; www.zeise.de

Drei komische Vögel im Lustspielhaus

Sind schon drei komische Vögel, die da im Lustspielhaus Premiere haben. William Wahl macht am 10. Mai mit „Nachts sind alle Tasten grau“ den Anfang. Der Kopf der Kölner Gruppe basta changiert in seinem Klavierkabarett-Programm zwischen Tücken des Zeitgeistes und Fragen des Lebens. Ein geistreicher, komischer, weil auch melancholischer Geschichtenerzähler ist Stefan Waghubinger.

Der in Stuttgart lebende Österreicher überraschte 2011 als Zweiter beim Hamburger Comedy-Pokal. In „Ich sag’s jetzt nur zu Ihnen“ (11.5.) läuft er gegen Türen, begegnet Plüschelefanten, Göttern – und sich selbst beim Monopoly. Für Stand-up-Comedy steht Johannes Flöck. Er spottet am Freitag in „Entschleunigung – aber zack, zack!“ über Leistungsgesellschaft und Achtsamkeit.

Musik-Theater: „49h StimmeX“-Festival im Lichthof

An drei Tagen präsentieren junge Inszenierungsteams ihre Perspektiven auf das Thema Musik-Theater beim „49h StimmeX“-Festival im Lichthof. Die Macher diskutieren nicht nur über Zukunft und Möglichkeiten ihres Genres, sie zeigen auch, was geht und was sie entworfen haben: am Freitag, 13. Mai, in der Produktion „Frauen unter Waffen“, die von Swetlana Alexijewitschsʻ Dokumentar-Roman „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ über Sowjet-Soldatinnen im Zweiten Weltkrieg inspiriert wurde, mit Musik von Maria Antonia Walpurgis, André Campra und Händel.

Die Hamburger Komponistin Dong Zhou stellt ihre neue Arbeit „Longest Concert. The Life of A Playback Device“ vor, eine multimedial erzählte Geschichte der elektronischen Musik und der Kulturgeschichte des menschlichen Hörens. Am 14. Mai folgt „Der Wille zum Glück“, eine thea­trale Beschäftigung mit dem Thema Schlager. Das Landesmusikrat-Kooperationsprojekt „Klangradar X“ präsentiert von Schülerinnen und Schülern komponierte Musik-Theaterstücke zum Thema „nachHALLtigkeit“.

„49h StimmeX“-Festival 13.–15.5. Lichthof Theater (Bus 2), Mendelssohnstr. 15a., Karten und weitere Infos: www.stimmex.de

Open Air: Freiluftkonzerte auf dem Lattenplatz

Bis zu Sommer, Sonne, Kaktus dauert es noch, aber der Lattenplatz am Knust steht schon wieder und bietet wöchentlich mehrere Freiluftkonzerte mit vielseitigem Programm und zu fairen Preisen. So spielen dort am 8. Mai das Wuppertaler Psychedelic-Pop-Duo Darjeeling und die Berliner Indie-Retro-Pop-Band Tolstoys.

Weiter geht es am 11. Mai mit der Saisoneröffnung des „Jazzhouse Open Air“, begleitet von fetten Grooves von Uebertribe, Lexsoul Dancemachine und DJ Björn Wagner, Karten kosten je 13,60 im Vorverkauf. Am 13. Mai präsentiert das „Istanbul Music Festival“ das Ensemble Grup Calcaz. Karten kosten 11,50 Euro im Vorverkauf.

Knust Lattenplatz ab 8.5., Beginn jew. 18.00, Neuer Kamp 30 (U Feldstraße), Programm und Tickets unter www.knusthamburg.de

Ausstellung Hamburg: „Draftswomen #3“ bei Feinkunst Krüger

Eine Ausstellung, die die Frau zelebriert und die die Zeichnung zelebriert! Das Innere, das Persönliche, das Autobiografische, kurz: Ein tiefsinniger Blick in die Welt tritt in den Zeichnungen der „Draftswomen“ zutage. Feinkunst Krüger präsentiert in „Draftswomen #3“ 23 Zeichnerinnen aus ganz Deutschland, aus den USA, aus China, Frankreich und England.

Die Idee zur rein weiblichen Schau hatte die Hamburger Künstlerin und Galeristin Christine Brey. Sie will die Vielfalt künstlerischer Zeichnung mit all ihren Techniken, von groß- bis kleinformatig, von abstrakt bis figurativ, von schwarz-weiß bis polychrom, zeigen und die Szene untereinander vernetzen.

„Inside Draftswomen #3“ Vernissage Sa 7.5., 20.00, bis 28.5., Do, Fr 12.00–19.00, Sa 12.00–18.00 und nach Vereinbarung, Feinkunst Krüger (S Stadthausbrücke), Kohlhöfen 8, Eintritt frei, www.feinkunst-krueger.de

Oper „Lucia di Lammermoor“ in Hamburg

Das verhängnisvolle Verhältnis von Liebe, familiären, politischen Zwängen und Macht ist eines der Motive von Tragödien und der Oper. Gaetano Donizetti beschreibt in seinem 1835 in Neapel uraufgeführten Werk „Lucia di Lammermoor“ gekonnt solch ein Drama. In Mittelpunkt steht Lucia, die ihren Gatten in der Hochzeitsnacht ermordet hat – doch die zur Heirat Genötigte sehnt sich nach ihrem Geliebten, welcher der Erzfeind des Bruders ist. Jetzt zu sehen im Allee Theater.

„Lucia di Lammermoor“ Fr 13.5., 19.30, Allee-Theater/Hamburger Kammeroper (Bus 15, 20, 25), Max-Brauer-Allee 76, Karten ab 39,-, www.kammeroper.alleetheater.de

( HA )