Niedersachsen. „Retroperspektive, oder wie man das nennt“ vereint erstmals rund 300 Werke des Hamburger Satirikers und Malers im Kunsthaus Stade.

Vergessene Künstler gibt es viele, versessene auch. Heino Jaeger war beides. „Heino wer?“, mag sich mancher fragen. Prominente deutsche Humorschaffende wissen Bescheid. Für sie ist der Anfang 1938 in Hamburg-Harburg geborene Heino Jaeger bis heute einer der kreativsten Satiriker der späten 60er- und 70er-Jahre. „Mein Idol“ nennt ihn der mehrfache Grimme-Preisträger Olli Dittrich („Ohne Jaeger hätte es ,Dittsche’ nicht gegeben“); auch Helge Schneider und Bestsellerautor Heinz Strunk verehrten Jaeger. Mit seinen parodistischen ARD-Hörfunkreihen „Fragen Sie Dr. Jaeger“ und „Das aktuelle Jaegermagazin“ war der Anarcho-Humorist vor fast fünf Jahrzehnten ein Vorreiter der deutschen Comedy-Welle.