Museum im Jenischpark

Ausstellung zeigt Eduard Bargheer auch als Zeichner

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Gemälde des Namensgebers hängen im Eduard Bargheer Museum (Archiv).

Gemälde des Namensgebers hängen im Eduard Bargheer Museum (Archiv).

Foto: picture alliance

Eduard Bargheer (1901-1979) ist vielen als Maler farbstarker Aquarelle und Ölbilder bekannt. Es gibt auch eine andere Seite.

Hamburg. Nach der furiosen Söntke-Campen-Ausstellung über den Sommer, in der die junge Malerei gefeiert wurde, widmet sich das Bargheer Museum im Jenischpark nun wieder seinem Namensgeber.

Eduard Bargheer (1901-1979) mag vielen als Maler lichtdurchfluteter, farbstarker Aquarelle und Ölbilder, oftmals mit Hamburgbezug, aber auch mit exotischeren Motiven, inspiriert durch Aufenthalte in Süditalien und Afrika, bekannt sein. Weniger geläufig ist, dass der Hamburger Künstler ebenso leidenschaftlich zeichnete und die Handzeichnungen einen großen Teil seines Lebenswerks ausmachen.

Eduard Bargheer: „Forio am Morgen“ ist zeichnerisch geprägt

Eignete sich der Künstler zunächst mittels Zeichnungen die äußere Kontur eines Gegenstands oder einer Person an, verselbstständigte sich der Strich zunehmend und begann, ein stärkeres Eigenleben zu führen. „Die Linien dienten zunehmend dazu, abstrahierend und erfinderisch die formale Struktur des Motivs aufzudecken und die gewebeartige Verknüpfung aller Dinge sichtbar zu machen“, sagt Leiter Dirk Justus.

So ist etwa „Forio am Morgen“, ein Ölgemälde aus dem Jahr 1972, in seiner Silhouette noch ganz klar zeichnerisch geprägt, während das Aquarell „Badende“ von 1957 mehr in die Fläche geht und die Virtuosität des Malers offenbart.

Im kleinen, privat geführten Museum, das den Nachlass des Künstlers beherbergt, stehen sich Ölbilder, Aquarelle, Handzeichnungen und Druckgrafiken in der aktuellen Ausstellung „Der Maler als Zeichner“ gleichberechtigt gegenüber.

Hinzu kommen zum Teil bisher nie gezeigte und außer Pinocchio nie veröffentlichte Illustrationen zu Werken der Weltliteratur, mit denen Bargheer sich in den Notjahren nach dem Zweiten Weltkrieg über Wasser zu halten hoffte. Anlass der Schau ist der 120. Geburtstags Bargheers am 25. Dezember.

„Eduard Bargheer: Der Maler als Zeichner“ bis auf Weiteres, Bargheer Museum (S Klein Flottbek), Hochrad 75, Di-So 11.00-18.00, Eintritt 7,-/5,- (erm.), www.bargheer-museum.de

( vfe )