Veranstaltung

Gesprächsreihe zu rechter Gewalt auf Kampnagel

Die Kulturfabrik Kampnagel (Archivbild).

Die Kulturfabrik Kampnagel (Archivbild).

Foto: Markus Scholz / dpa

Eine digitale Veranstaltungsreihe auf Kampnagel soll deutlich machen, dass rechtsextreme Gewalt kein neues Problem ist.

Hamburg.  Hanau, Halle, NSU: Wenn in Deutschland über rassistische Anschläge gesprochen wird, fällt oft das Wort „Einzelfall“. Dass rechtsextreme Gewalt kein seltenes und auch kein neues Problem ist, soll eine digitale Veranstaltungsreihe auf Kampnagel deutlich machen: Im Rahmen des Projekts „Kein Einzelfall – Rechtsradikale Realitäten in Deutschland“ führt die Journalistin Özlem Gezer zunächst fünf Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern von Initiativen, die in verschiedenen deutschen Städten an Betroffene erinnern.

An diesem Donnerstag berichtet ein Vertreter der „Initiative 19. Februar“ von seiner Arbeit in Hanau, wo im vergangenen Jahr neun Menschen getötet wurden. Außerdem werden Überlebende des Attentats auf eine Synagoge in Halle 2019 und Vertreter der Initiative „Gedenken an Oury Jalloh“ sprechen. Jalloh war im Jahr 2005 in Dessau in Polizeigewahrsam verbrannt, bis heute ist der Fall nicht vollständig aufgeklärt.

Fälle von rassistischer Gewalt in Hamburg

Am 16. und 17. April folgt der digitale Kongress „Antifaschismus 2021: Komplexe Erinnerung – komplexe Strategien“. Auf dem Kongress werden explizit auch Fälle von rassistischer Gewalt in Hamburg diskutiert. Weiße Teilnehmer sollen in einem Workshop erfahren, wie sie über das Zuhören hinaus solidarisch mit Betroffenen handeln können. Die Videos zu den Gesprächen sind online frei zugänglich, der Digitalkongress findet interaktiv über Zoom statt.

Weitere Informationen zum Projekt und das vollständige Programm der Veranstaltungsreihe gibt es auf deutschlandproblem.de und kampnagel.de.

( kwr )