Waitzstraße

Natalia Dinsel: Lebensbejahende Kunst in einer Haspa-Filiale

| Lesedauer: 2 Minuten
Stefan Reckziegel
Normalerweise ist die Waitzstraße in Groß Flottbek für Unfälle bekannt. Nun stellt eine Malerin hier Kunst aus (Archivbild).

Normalerweise ist die Waitzstraße in Groß Flottbek für Unfälle bekannt. Nun stellt eine Malerin hier Kunst aus (Archivbild).

Foto: Roland Magunia / HA

Die Wahlhamburgerin stellt ihre Malereien im Schaufenster einer Hamburger Sparkasse aus. Sie sind vom Stadtleben inspiriert.

Hamburg. Die Waitzstraße in Groß Flottbek ist mit kurioser Regelmäßigkeit für Unfälle bekannt, bei denen meist recht betagte Autofahrer in Schaufenster krachen, weil sie Gas und Bremse verwechseln. Die Wahlhamburgerin Natalia Dinsel-Bondarenko ist öfter durch die Einkaufsstraße spaziert.

Weil es in der Lockdown-Zeit unmöglich war, ihre Kunst auszustellen, fragte die Malerin bei der örtlichen Filiale der Hamburger Sparkasse an, ob sie nicht deren großes Schaufenster nutzen dürfe. Von Dienstag an sind dort unter dem Motto „Kunst – Oase für die Seele“ ein gutes Dutzend ihrer Bilder zu sehen – den Katalog mit etwa 40 Motiven hat Natalia Dinsel bereits drucken lassen. Fast alle Bilder der Serie sind 2020 entstanden.

„Mich inspirieren Spaziergänge durch den Jenischpark"

Die Malerei der gebürtigen Ukrainerin ist abstrakt, meist Acryl auf Leinwand, manchmal auch gemischt mit Materialien wie Strukturpasten, Sprays und Sand. Trotz Corona-Krise wirken ihre vielschichtigen Bilder geradezu lebensbejahend.

Lesen Sie auch:

„Mich inspirieren die Menschen, das Leben in der Stadt, Spaziergänge durch den Jenischpark und an der Elbe“, sagt Natalia Dinsel. Zuvor hat die Kosmopolitin andernorts in Deutschland sowie in Südfrankreich und Italien gelebt. In Nizza und Monza hatte sie bereits ausgestellt, zwischen den Lockdowns in Hamburg war sie Teil einer Gruppenschau in der Galerie ZContemporary in der HafenCity.

Werk von Wahlhamburgerin wurde ausgezeichnet

Ihr abstraktes Motiv „Let’s connect“ wurde im Herbst von einer französischen Kulturstiftung beim Wettbewerb „Coronavirus & Social Distancing“ ausgezeichnet. Es zeigt im Profil den Kopf einer Frau und den eines Mannes sowie zwei Hände, die sich berühren. Und ihr Bild „Integrum“ steht seit Jahresbeginn im Besprechungsraum der Haspa Waitzstraße.

Die Filialleiterin könne sich eine „richtige“ Ausstellung mit Vernissage vorstellen, sobald es wieder möglich sei, hat Dinsel erfahren. Dafür braucht es noch einiges an Inspiration.

„Kunst – Oase für die Seele“ ab Di 16.3.–15.4., Schaufenster Haspa Waitzstraße 6, Internet: https://nataliadinsel.com/galerie