Kultursenator

Carsten Brosda wird Präsident des Deutschen Bühnenvereins

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda

Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda

Foto: Marcelo Hernandez / FUNKE Foto Services

Aus Hamburger Sicht gibt es fast ein Abo auf diese wichtige Position. Präsident vertritt Interessen aller Theater und Orchester.

Hamburg. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ist, wie an diesem Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung verkündet wurde, zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt worden.

Aus Hamburger Sicht ist es eine schöne Konstante auf einer wichtigen Position: Nach dem freiwilligen Ausscheiden des bisherigen und außerordentlich geschätzten Bühnenvereinspräsidenten Ulrich Khuon ("ein Glücksfall"), heute Intendant am Deutschen Theater in Berlin, früher lange Intendant am Thalia Theater, der sein Amt von der verstorbenen Hamburger Kultursenatorin Barbara Kisseler übernommen hatte, steht nun wiederum Kisselers Amtsnachfolger als Khuons Amtsnachfolger fest.

Carsten Brosda vertritt damit Interessen aller Theater und Orchester

Brosda vertritt damit die Interessen der Theater und Orchester aus dem gesamten Bundesgebiet. "Theater und Orchester sind Kristallisationspunkte für unsere gesellschaftlichen Diskurse", erklärte Brosda.

Als Präsident des Bühnenvereins wolle er diese Orte weiter stärken und "ihre Stimme in die kulturpolitischen Diskurse einbringen". Seine Vorgängerin Barbara Kisseler hatte dieses Amt von Mai 2015 bis zu ihrem Tod im Herbst 2016 inne.

Bühnenverein freut sich auf "kräftige und mutige Kulturpolitik"

Der Geschäftsführende Direktor des Bühnenvereins, Marc Grandmontagne, gratulierte Carsten Brosda: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm. Es wird zukünftig noch wichtiger sein, eine kräftige und mutige Kulturpolitik an der Seite zu haben, mit der wir in dieser schwierigen Zeit die Zukunft der Theater und Orchester gestalten können. Mit Carsten Brosda einen Kenner der Szene und kompetenten Kulturpolitiker als Präsidenten zu haben, ist eine große Chance für den Bühnenverein.“​

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Weitere Themen der digitalen Jahreshauptversammlung waren die die Arbeit der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt sowie vor allem natürlich die Corona-Pandemie, die auch den Bühnenhäusern viel abverlangt.

Corona: Bühnenverein wirbt um Solidarität "innerhalb der gesamten Gesellschaft"

Es komme "auf die Solidarität nicht nur unter Theatern und Orchestern, sondern im ganzen Kulturbetrieb und letztendlich innerhalb der gesamten Gesellschaft an".

Ziel sei weiter, die Wiederaufnahme des Spielbetriebs auf Grundlage sicherer Hygienekonzepte zu erreichen. Erst am Freitag war ein offener Brief bekannt geworden, in dem Hamburger Kulturschaffende an Bürgermeister Peter Tschentscher appellieren, die Theater und Museen wieder zu öffnen.