Érard-Festival

Der „Flügel der Zukunft“ in der Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie in Hamburg.

Die Elbphilharmonie in Hamburg.

Foto: Marcelo Hernandez

Im Großen Saal der Elbphilharmonie steht diesmal „2 x Beethoven – 2 x anders“ auf dem Programm. Es ist der Höhepunkt des Festivals.

Hamburg. Nachdem das kleine, aber feine Érard-Festival – ein deutsch-französisches Festival, das „auf der Suche nach dem authentischen Klang“ ist – bereits am Montag in der Laeiszhalle eröffnet wurde, geht es heute in die nächste Runde: Im Großen Saal der Elbphilharmonie steht diesmal „2 x Beethoven – 2 x anders“ auf dem Programm. Der Hamburger Pianist Mathias Weber spielt am „Flügel der Zukunft“, so nennt ihn Stephanie Weber, 1. Vorsitzende der Érard-Gesellschaft. Der drei Meter lange Paulello-Flügel Opus 102 mit 102 Tasten wurde geschaffen von dem Instrumentenbauer Stephen Paulello.

Es ist der Höhepunkt des Festivals. „Dieser Flügel ist ein Unikat – es ist eine Premiere, ihn in der Elbphilharmonie zu hören“, sagt Weber und schwärmt, das Instrument, das eigens von Frankreich nach Hamburg gebracht wurde, sei geradezu „ideal geeignet“, die beiden großen Klaviersonaten „Waldstein“ und „Appassionata“ darauf zu interpretieren.

Mit einer inhaltlichen Besonderheit des Beethovenprogramms: Die Waldsteinsonate wird von Mathias Weber um den ursprünglichen zweiten Satz bereichert, das Andante favori, das Beethoven später als Einzelwerk seiner Geliebten widmete. Für die Sonate komponierte Beethoven eine kürzere Introduzione, die heute Abend ebenfalls erklingen soll.

Érard-Festival Di 29.9., 18.30/21 Uhr, Karten ab 35,- (Zuschauer unter 30 zahlen nur die Hälfte) unter elbphilharmonie.de und an der Abendkasse

( HA )