Hamburg. Patricia Kopatchinskaja und Helmut Lachenmann spielen groß auf. Teodor Currentzis zeigt, was in der Elbphilharmonie möglich ist.

Endlich wieder diese dramatische Stille. die es so nur nach einem Konzert in einem Konzertsaal mit Menschen gibt, nach der Musik und vor dem Applaus. Endlich wieder das Gefühl, jetzt mit allen, die auch dabei sind, die Luft anhalten zu müssen, weil man nicht anders kann, als die Luft anzuhalten, bis der erste Jubel kommt. Es war nicht der erste Abend, an dem der Große Saal der Elbphilharmonie wieder bespielt, gefordert und auch verzaubert wurde. Doch es war wohl der beste, radikalste und wichtigste, seit es dort wieder möglich ist, Konzerte zu geben. Vor allem: solche Konzerte zu geben. Ein Signal nach draußen, ein trotzig stolzes, von Herzen kommendes „So! Geht doch!“