Opern-Star

Anna Netrebko mit Covid-19 und Lungenentzündung in Klinik

Opern-Star Anna Netrebko kämpft mit einer Covid-19-Erkrankung und einer Lungenentzündung (Archivbild).

Opern-Star Anna Netrebko kämpft mit einer Covid-19-Erkrankung und einer Lungenentzündung (Archivbild).

Foto: Georg Hochmuth/APA / dpa

Die russische Star-Sopranistin musste Auftritte im Bolschoi absagen. Nun meldet sie sich nach Tagen erstmals aus dem Krankenhaus.

Hamburg/Moskau. Sorge um die wohl gefragteste Sopranistin der Welt: Anna Netrebko ist an Covid-19 erkrankt und kämpft mit einer von der Corona-Infektion ausgelösten Lungenentzündung. Die russische Opernsängerin (48) meldete sich am Donnerstag per Instagram und Facebook aus einem Krankenhaus in Moskau.

"Ich bin schon fünf Tage im Krankenhaus wegen einer Covid-Lungenentzündung, und es geht mir bald besser“, schrieb der Weltstar in den sozialen Netzwerken auf Englisch und Russisch. Netrebko hat an diesem Freitag Geburtstag und sollte aktuell in einer Inszenierung der Oper „Don Carlos“ am weltberühmten Moskauer Bolschoi Theater auftreten.

Anna Netrebko mit Covid-19 im Krankenhaus: "Der Teufel ist nicht so schrecklich"

„Ich habe mich sofort in die Isolation begeben, als ich gemerkt habe, dass ich krank werde, obwohl die Tests da noch negativ waren.“ Sie sei dann aber rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen und habe Hilfe erhalten. „Alles wird gut! Der Teufel ist nicht so schrecklich, wie er beschrieben wird.“

Das Bolschoi Theater hatte die Oper „Don Carlos“ abgesetzt, nachdem der Sänger Ildar Abdrasakow wegen einer Infektion mit dem Coronavirus ausgefallen war. In der Inszenierung sollte neben Netrebko auch ihr Ehemann Yusif Eyvazov auftreten.

Netrebko schrieb, dass bei ihrem Mann schon Antikörper festgestellt worden seien. Auch ihrem Sohn gehe es gut. Das Bolschoi Theater hatte nach seiner Schließung wegen der Pandemie am 16. März erst am 6. September erstmals wieder geöffnet.

Anna Netrebko begeisterte Hamburger im Februar in der Elbphilharmonie

Netrebko teilte auch mit, dass sie sich dagegen entschieden habe, in der Corona-Pandemie einfach nur zu Hause zu sitzen. Sie habe bewusst das Arbeiten gewählt und das Risiko in Kauf genommen.

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Die Tests, die Quarantänen und die allgemeine Verunsicherung hätten ihr mehr zu schaffen gemacht als das Virus selbst. „Ich bin froh, dass das für mich jetzt vorbei ist.“

In Hamburg war Netrebko zuletzt im Februar in der Elbphilharmonie zu Gast. Dort verzauberte sie – ebenfalls mit Ehemann Eyvazov an der Seite – die Konzertbesucher mit großem Stimmkontrast und Charisma.