Hamburg

Am Jungfernstieg gibt es eine neue Kunstgalerie

Am Jungfernstieg hat Hamburgs erste Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst eröffnet (Archivbild).

Am Jungfernstieg hat Hamburgs erste Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst eröffnet (Archivbild).

Dort hat Hamburgs erste Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst eröffnet. Drei Ausstellungstipps.

Hamburg. Am Jungfernstieg hat Hamburgs erste Galerie für zeitgenössische afrikanische Kunst eröffnet: Weg von der Folklore, hin zu einem neuen, relevanteren Blick auf den Kontinent und seine etablierten und aufstrebenden Künstler lautet das Motto der Galeristin Stella Melbye-Konen. Die einstige Kuratorin am Centre Pompidou in Paris leitet die Galerie Melbye-Konen zusammen mit ihrem Mann Jean-Claude. Ihre erste Ausstellung trägt den Titel „Akwaba“, was in der afrikanischen Twi-Sprache „Willkommen“ heißt. Sie stellt unter anderem die Künstler Jean-Laurent Koné Zie, Yannick Ackah, Yéanzi, Zinahin und Ngoye vor.

„Akwaba“, 4.9. bis 3.10., Galerie Melbye-Konen, Jungfernstieg 50, Mo–Sa 11.00 bis 19.00, Eintritt frei, weitere Infos: www.melbye-konan.de

„Süden, Norden, Osten – Westen fehlt“

Neugierig macht auch der Ausstellungstitel „Süden, Norden, Osten – Westen fehlt“ in der Galerie Carolyn Heinz. „Die Bildsprachen der drei Künstler könnten unterschiedlicher nicht sein“, sagt die Galeristin. „Und doch erzählen sie alle in ihren abstrakten Kompositionen von emotionalen Zuständen.“ Der in Hamburg lebende Portugiese Fernando de Brito etwa erzeugt feinste Liniengeflechte mit Kugelschreiber auf Papier, Yin Meng schafft mit Aquarellfarben fantastische Welten. Jens Hanke bedient sich an den Mitteln der Architektur, um wunderbare innere Landschaften in Öl zu erbauen.

„Süden, Norden, Osten – Westen fehlt“ 4. bis 30.9., Galerie Carolyn Heinz, Klosterwall 13, Di–Fr 14.00–18.00, Sa 12.00– 16.00, Eintritt frei, www.carolynheinz.de

Ausstellung "Wahala"

Tatsächlich gereist ist der Hamburger Fotograf Robin Hinsch. Und zwar an Orte, die Reisenden ansonsten verborgen bleiben sollen: Tagebaugegenden in Ostdeutschland, Kohlereviere in Polen, das Niger-Delta in Nigeria. Für ein kurzes Gastspiel in der Galerie Melike Bilir zeigt Hinsch seine eindrücklichen Fotografien in der Ausstellung „Wahala“.

Er dokumentiert darin die Ausbeutungsmechanismen hinter der Förderung fossiler Brennstoffe und die damit einhergehende Zerstörung der Natur sowie die Gewalt gegen Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben werden. „Hinsch legt mit seinen Fotografien die Widersprüche des Versprechens von ewigem Wachstum offen und zeigt, wie sehr das System des fossilen Kapitalismus unter seiner eigenen Last ächzt“, so die Galeristin. „Wahala“ 4./5.9., Galerie Melike Bilir, Admiralitätsstr. 71, Sa 12.00-17.00, So 12.00-15.00, Eintritt frei, melikebilir.com