Literatur

Der Greve-Preis geht in diesem Jahr an Klaus Modick

Schriftsteller Klaus Modick.

Schriftsteller Klaus Modick.

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Modick sei „ein wortgewaltiger Schreiber, seine Wortmalereien ein einziger ästhetischer Genuss“, heißt es in der Begründung der Jury.

Hamburg.  Der mit 25.000 Euro dotierte Hannelore-Greve-Literaturpreis geht in diesem Jahr an den Schriftsteller Klaus Modick. Das teilte die „Hannelore und Helmut Greve Stiftung für Kultur und Wissenschaften“ am Mittwoch in Hamburg mit. Modick sei „ein wortgewaltiger Schreiber, seine Wortmalereien ein einziger ästhetischer Genuss“, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Autor spiele auf verschiedenen Bühnen und verbinde Ernsthaftigkeit mit Können. Hinreißend zum Beispiel die Beschreibung der Entfremdung zwischen dem Künstler Heinrich Vogeler und dem Dichter Rainer Maria Rilke im historisierenden Roman „Konzert ohne Dichter“ um die Künstlerkolonie Worpswede etwa zur Jahrhundertwende.

Der Hannelore-Greve-Literaturpreis wird im jährlichen Wechsel mit dem Walter-Kempowski-Literaturpreis vergeben. Bisherige Preisträger seit dem Jahr 2004 waren unter anderem Siegfried Lenz, Arno Surminski, Gerhard Henschel, Herta Müller und Ulla Hahn. Der Preis wird am 4. November im Festsaal des Hamburger Rathauses verliehen.

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Der 69 Jahre alte Modick lebt in Oldenburg. Der bekannte Kritiker Denis Scheck urteilte einmal, Modick habe „sich längst als einer der großen Erzähler der Bundesrepublik erwiesen“. So auch in seinem Roman „Keyserlings Geheimnis“ über den deutschen Schriftsteller Eduard von Keyserling (1855–1918) – ein weiterer Künstlerroman Modicks, der sich damit wieder einer Paradedisziplin deutscher Autoren bediente: der romanhaften Beschreibung von Personen der Zeitgeschichte.