Saisonvorschau

Symphoniker Hamburg wollen grenzenlos sein

Sylvain Cambreling,plant, in der kommenden Saison 18 Konzerte der Symphoniker Hamburg zu dirigieren.

Sylvain Cambreling,plant, in der kommenden Saison 18 Konzerte der Symphoniker Hamburg zu dirigieren.

Foto: Roland Magunia

Orchester kann derzeit wegen der Coronakrise nicht vor Publikum spielen, lässt sich aber nicht entmutigen. Im Gegenteil.

Hamburg.  Das Motto der Symphoniker-Spielzeit 2020/2021 ist sehr bewusst gewählt: „Grenzenlos“ soll die Spielzeit sein, was eben deshalb so gut passt, weil während der laufenden Saison auch diesem Hamburger Orchester sehr enge Grenzen gesetzt wurden. Aufgrund der Coronakrise musste nicht nur das Martha-Argerich-Festival abgesagt werden, auch sonst gibt es keine Konzerte vor Publikum mehr. Die täglichen Streams kleiner Orchestergruppen aus der Laeiszhalle sind ein Trost, mehr aber auch nicht.

Doch Intendant Daniel Kühnel, Chefdirigent Sylvain Cambreling und der Aufsichtsratsvorsitzende Burkhard Schwenker haben sich davon nicht entmutigen lassen.

Die Symphoniker Hamburg haben einen Plan

Im Gegenteil: Als im Großen Saal der Laeiszhalle unter penibler Beachtung des Mindestabstands das Programm für die kommende Saison vorstellt wurde ( Camberling war per Video zugeschaltet), wurde schnell klar, dass die Symphoniker Hamburg mit großem Gestaltungswillen und einem „Plan“, wie Kühnel es nannte, in die Zukunft blicken.

Natürlich wisse man nicht, in welcher Weise die ab dem 20. September vorgesehenen Konzerte stattfinden können. Man hoffe auf Normalität, sei aber auch auf andere Szenarien eingestellt, und das mit einem Maestro, der gleich 18 Konzerte dirigieren möchte – eine ungewöhnliche hohe Zahl, die, so Kühnel, darauf hinweise, wie sehr Dirigent und Orchester inzwischen miteinander verbunden seien.

Diverse Beethoven-Werke werden zu hören sein

Im Beethoven-Jahr sind natürlich diverse Werke des Jubilars zu hören, darunter die „Missa solemnis“, die Cambreling erstmals dirigiert, auch gibt es ordentliche Portionen Bruckner, Brahms, Schubert. Daneben aber viel weniger Gespieltes, etwa von Saint-Saëns und Sibelius, von Barber und Martinu, von Messiaen und Schönberg. Neben der „Premiumreihe“ mit zehn Konzerten jeweils am Sonntagabend, werden unter anderem die „Morgen Musik“-Konzerte (jeweils sonntags) fortgeführt, auch Kammermusik und ein umfangreiches Education-Programm sind wieder im Angebot.

Der Abo-Verkauf beginnt am 29. April unter www.symphonikerhamburg.de, Einzelkarten können ab 26. Mai reserviert werden.