Kindertheater

Hamburger Kindertheaterpreis für Teresa Hoffmann

Bei der Preisverleihung:  Vorstand Gesa Engelschall, Preisträgerin Teresa Hoffmann und Staatsrätin Jana Schiedek im St. Pauli Theater (v.l.)

Bei der Preisverleihung: Vorstand Gesa Engelschall, Preisträgerin Teresa Hoffmann und Staatsrätin Jana Schiedek im St. Pauli Theater (v.l.)

Foto: Michaela Kuhn

Preisverleihung im St. Pauli Theater: Drei Auszeichnungen, für das Theater Fata Morgana, das Theater Mär und Teresa Hoffmann.

Hamburg.  Charmanter als Mathilda Book kann man eine Preisverleihung wohl nicht moderieren. Am Sonntag führte die 14-Jährige im St. Pauli Theater durch die Verleihung des Hamburger Kindertheaterpreises und meisterte diese Aufgabe mit der Souveränität einer Mitarbeiterin beim Radioprojekt Ohrlotsen, dem ehrlichen Interesse der Theaterbegeisterten und der Schlagfertigkeit der Jugendlichen. „Was ist eigentlich eine Schirmherrin?“, fragte sie Jana Schiedek von der Kulturbehörde, und die konnte auf diese zwar nahe liegende und doch selten ausgesprochene Frage nur antworten, dass sie das zarte Pflänzchen des Kinder- und Jugendtheaters beschützen und beschirmen wolle.

Beschützenswert waren die drei Preisträger auf jeden Fall: „Wenn ich groß bin“ vom Theater Fata Morgana, eine Recherche, die den mit 1000 Euro dotierten dritten Preis erhielt, die inklusive Arbeit „Und wir flogen tausend Jahre“ vom Theater Mär (2. Preis, 2000 Euro) und schließlich die Siegerproduktion „Die Welt steht fpoK“, ein reizendes Traumtanztheater zwischen Musik, Film und Körper von Teresa Hoffmann, die sich über 7500 Euro freuen konnte.

Eine mutige Wahl


„Das Team schert sich nicht um die landläufige Meinung, zeitgenössischer Tanz und atonale Musik seien nichts für junge Augen und Ohren“, begründete die Jury aus der Journalistin Dagmar Ellen Fischer sowie den Theaterleitern Matthias Schulze-Kraft (Lichthof) und Gundula Hölti (Fundus) ihre Wahl. Und tatsächlich ließ sich das Publikum fordern, bei der anschließenden Aufführung von „Die Welt steht fpoK“. Ohne ein einziges Wort zogen Hoffmann und ihre Mitperformer das Publikum in ihren Bann und ließen die wenigen Konzentrationsschwierigkeiten des Anfangs verfliegen. Eine mutige, eine kluge Wahl.