Hamburg . Im Schauspielhaus zeigten Matthias Brandt und Jens Thomas ihre Collage „Krankenakte Robert Schumann“. Ein Abend zum Atem anhalten.

Beide Hände kneten die Kniescheiben. Dieser Körper will nicht sein, wo er ist, und was in ihm denkt, will er schon erst recht nicht mehr. Die andere Hälfte dieser Persönlichkeit sitzt nah daneben, an seinem Flügel, im Dunkel. Tastet sich in die Klavier-Akkordverbindungen, die noch so vertraut klingen, fast wie früher. Greift nach verblassenden, romantischen Ideen, deren Reste im geschundenen, unheilbar erkrankten Hirn herumspuken, das wie die Seele leerer und leerer wird.