Staatsoper

Schwächeanfall von Sängerin: "Tosca"-Aufführung verkürzt

Kristin Lewis singt die Titelpartie in der "Tosca"-Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper

Kristin Lewis singt die Titelpartie in der "Tosca"-Inszenierung an der Hamburgischen Staatsoper

Foto: Kirstin Lewis

Die 43-jährige Kristin Lewis musste nach dem zweiten Akt ärztlich behandelt werden und kam ins Krankenhaus.

Hamburg. Eigentlich hatte das Publikum in der Hamburgischen Staatsoper am Mittwoch einen Abend mit großem musikalischem Finale erwartet, doch es kam anders. Nach dem 2. Akt von Giacomo Puccinis Oper „Tosca“ erlitt Kristin Lewis (43), die Sängerin der Titelpartie, einen Schwächeanfall. Zunächst wurde sie hinter der Bühne ärztlich behandelt und kam dann ins Krankenhaus.

Das Publikum wurde derweil zu einer außerplanmäßigen Pause ins Foyer gebeten. Nach etwa einer halben Stunde ging es mit dem 3. Akt weiter, nachdem Tillmann Wiegand, der Künstlerische Betriebsdirektor der Oper, das Publikum informiert hatte, dass Kristin Lewis nicht mehr werde auftreten können. Die berühmte dramatische Schlussszene mit dem Tod der Hauptfiguren (Tosca und Cavaradossi) müsse entfallen.

Lewis geht es schon wieder besser

Nach Informationen der Staatsoper geht es der Sängerin inzwischen wieder besser. Sie konnte das Krankenhaus verlassen. „Wir sind eben kein Kino, bei uns ist alles live“, erklärte Staatsopern-Presssprecher Michael Bellgardt. „Auch wenn so etwas sehr selten passiert, manchmal kommt es eben vor.“ Das Publikum habe mit großem Verständnis reagiert und der Aufführung viel Beifall gespendet.

Am 12. und 15. Dezember soll die US-Amerikanerin, die auch schon an der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper engagiert war, in Hamburg erneut die „Tosca“ singen.