Hamburg

Diese Autorinnen und Autoren lesen beim Krimifestival

Kampagnenmotiv für das Krimifestival 2018. Motto: Untersuchungshaft 

Kampagnenmotiv für das Krimifestival 2018. Motto: Untersuchungshaft 

Foto: trahko - stock.adobe.com

Nichts für schwache Nerven: Beim 12. Hamburger Krimifestival ziert eine ganze Reihe höchst bekannter Namen das packende Programm.

Hamburg. Anfang November ist die Kampnagelfabrik in Winterhude Heimstatt für nationale und internationale Krimiautorinnen und –autoren. Das ist mittlerweile gute Tradition, denn in diesem Jahr kommen bereits zum zwölften Mal Schreibtischtäter in Scharen an die Elbe: Fünf Tage lang, vom 6. bis zum 10. November, sind beim 12. Hamburger Krimifestival rund 40 Autorinnen und Autoren zu Gast, zudem Schauspieler, Moderatoren, Musiker. In 23 Veranstaltungen bringen Krimiautorinnen und –autoren Kostproben aus ihren aktuellen Thrillern zu Gehör.

Eine ganze Reihe höchst bekannter Namen ziert das packende Programm: Die Schweden Hjorth & Rosenfeldt eröffnen das Festival, Charlotte Link stellt ihren Bestseller „Die Suche“ vor, Jörg Maurer lässt es alpenländisch krachen, Nele Neuhaus zieht Bilanz und blickt nach vorn, Michael Tsokos, Klaus-Peter Wolf, Arne Dahl, Nicci French und Volker Kutscher sind dabei. Zum Finale dann verhandeln Klüpfel & Kobr Kluftingers zehnten Fall.

Für Schülerinnen und Schüler gibt es zudem einen neuen Fall der Alsterdetektive, für die etwas Älteren kommt der Krimiklassiker „Der Hexer“ mit Oliver Rohrbeck als Live-Hörspiel auf die Bühne. Es gibt also viel zu sehen, zu hören und natürlich auch zu entdecken in diesen dunklen Tagen auf Kampnagel. Hier finden Sie alles, was Sie benötigen, um sich gut gerüstet am literarischen Nervenkitzel zu erfreuen!

Arne Dahls Krimikunst

Der Schwede Arne Dahl zählt seit Jahren zu den großen Autoren. Nahezu legendär ist seine Reihe um die Stockholmer A-Gruppe, ungemein erfindungsreich ist Dahl im Kreieren neuer Ermittlerteams. Sam Berger und Molly Blom sind seine aktuellen Figuren, ein Ex-Polizist und eine Mitarbeiterin des schwedischen Geheimdienstes. „Fünf plus drei“ ist ihr dritter Fall. Ein ehemaliger Geheimdienstler, der unter dem Decknamen Carsten operiert, hat offenbar ein junges Mädchen namens Aisha entführt, dessen Vater dem schwedischen Geheimdienst brisantes Material über geplante terroristische Anschläge liefert. Und ein solcher Anschlag ist irgendwo in Schweden geplant. Starke Krimikost.

Mod. und dt. Stimme: Sebastian Dunkelberg, Sa 10.11., 20 Uhr, 15,50 €


Dänische Dramen

Jesper Stein erzählt ohne Schnörkel, brilliert mit einer starken Dramaturgie und fein austarierten Charakteren. An erster Stelle: Axel Steen, der in „Aisha“ ermittelt und es mit einer Mordserie im Umfeld dänischer Geheimdienstler zu tun bekommt. Spannend, raffiniert, bissig – das sind die Romane von Anna Grue. Im hyggeligen Christianssund kommt in „Wie der Vater, so der Sohn“ ein Rennradfahrer ums Leben. Ein Sturz? Alles deutet darauf hin ... Warum muss eine Studentin in Kopenhagen auf grausame Weise sterben? Davon erzählt „Krokodilwächter“, Katrine Engbergs furioses Thrillerdebüt ist in Dänemark ein Bestseller.

Mod.: Ulrich Sonnenberg, dt. Stimme: Laura de Weck, Mi 7.11., 18 Uhr, 15,50 €


Hamburger Morde

Beim Sterben kennt die Fantasie Hamburger Autoren keine Grenzen. Nora Luttmer erzählt eine packende Geschichte um illegale Marihuanaplantagen, junge Vietnamesen und drei Tote, die in einem Moor liegen. Till Raether schickt Kommissar Danowski ins Freibad, wo er Zeuge einer Entführung wird. Seltsam: Die Entführer fordern kein Lösegeld … Simone Buchholz konfrontiert ihre Staatsanwältin Chastity Riley mit reichlich brennenden Autos. Und es bleibt nicht bei Sachbeschädigung … Boris Meyn lässt Ilka Bischop im Berlin der 1920er-Jahre einer Staatsaffäre auf die Spur kommen. Als es dort einen Toten gibt, führt eine heiße Spur nach Hamburg …

Mod.: Volker Albers, Mi 7.11., 18 Uhr, 16,50 €


Oxen will Rache

Nach seinem Debüt 1997 hat sich der dänische Autor Jens Henrik Jensen spezialisiert – auf Trilogien. Das ist so ungewöhnlich wie der Held seiner jüngsten, der dritten Thrillertrilogie: Niels Oxen heißt der Mann, war einst Elitesoldat und kämpft drei Bände lang gegen einen einflussreichen Geheimbund, der sich Danehof nennt. Jensen schreibt ungemein packend, mit charismatischen Charakteren, er scheut keinerlei Action, doch immer macht sie Sinn. In „Oxen. Gefrorene Flammen“ will Oxen vor allem eines: Rache. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Jensen präsentiert seinen Roman mit Schauspieler Dominic Raacke.

Mod.: Miriam Semrau, dt. Stimme: Dominic Raacke, Sa 10.11., 17 Uhr, 14,50 €


Der Hochmoor-Killer

Mehr als 28,5 Millionen Bücher hat sie verkauft: Charlotte Link ist Deutschlands erfolgreichste Autorin. Beim Krimifestival stellt sie ihren aktuellen Roman „Die Suche“ vor, der mitten hineinführt in die britischen Hochmoore. Dort wird die Leiche eines 14-jährigen Mädchens gefunden. Ein Jahr zuvor war es spurlos verschwunden. Als wenig später ein weiteres Mädchen vermisst wird, titeln die Boulevardzeitungen: Der Hochmoor-Killer geht um. Chief Inspector Caleb Hales Suche bleibt anfangs erfolglos. Unterstützung erhält er von Detective Sergeant Kate Linville von Scotland Yard. Eigentlich ein schlagkräftiges Team. Doch dann verschwindet wieder ein Mädchen …

Mod.: Bärbel Schäfer, Mi 7.11., 19.30 Uhr, 18,50/14,50 €


Thriller made in Germany

Die Heimat des Politthrillers liegt eher in den USA als in Deutschland. Doch auch hierzulande gibt es Autoren, die dieses Genre beherrschen. Christian von Ditfurth etwa und Horst Eckert. In ihren Storys prangern sie soziale Missstände an. Lässt sich eine Journalistin mit einem Politiker ein, kann das unerfreuliche Folgen haben. So geschieht es TV-Moderatorin Sarah Wolf in Horst Eckerts „ Der Preis des Todes“. Wolf verliebt sich in den Politiker Christian Wagner, kurz darauf wird der Abgeordnete erhängt in seiner Wohnung gefunden … Christian von Ditfurths Kommissar Eugen de Bodt schlägt sich in „Schattenmänner“ mit einer Mordserie herum. Höchst seltsam: Die Toten waren Mitglieder einer Facebook-Gruppe zum Thema Katzen …

Mod.: Jens Büchsenmann, Fr 9.11., 20.30 Uhr, 14,50 €


Nordsee ist Mordsee

Zwei Inseln, zwei Autoren, zwei Kriminalfälle – Hochspannung inmitten der Nordsee mit Dora Heldt und Tim Erzberg. In Erzbergs „Sturmfeuer“ wird seine Serien-Heldin Anna Krüger mit einem tragischen Tod konfrontiert. Bei einer Segelregatta vor Helgoland verschwindet ein neunjähriger Junge, wenig später findet man seinen leblosen Körper. Ein Unfall? Das fragt sich auch der pensionierte Kommissar Sönningsen in Dora Heldts Sylt-Krimi „Wir sind die Guten“. Auf der Insel verschwindet eine Frau, unterhalb der roten Klippen wird eine Leiche entdeckt. Die ganze Ermittlungskunst des eigensinnigen Sönnigsen ist gefordert. Während auf Helgoland die Spur zum Zweiten Weltkrieg führt …

Mod.: Frank Keil, Fr 9.11., 19.30 Uhr, 14,50 €


Alpenkrimi de luxe

Der „König des Alpenkrimis“ feiert Jubiläum beim Hamburger Krimifestival. Mit „Am Abgrund lässt man gern den Vortritt“ ist im Frühjahr Jörg Maurers 10. Kriminalroman erschienen. Und weil Jubiläen halt eine feine Sache sind, bringt Maurer gleich noch Jennerweins 11. Fall „Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt“ mit nach Hamburg. „Besser gut erfunden als schlecht recherchiert“ lautet Maurers Motto. Beim Krimifestival gibt er einen Einblick in das alpin geprägte Jennerwein-Universum – und stellt seine Jubiläumsbände vor. Komisch wird’s, pointiert und literarisch, denn Maurer ist ein Sprachkünstler.

Gespräch: Volker Albers, Do 8.11., 20 Uhr, 16,50/14,50 €


„Der Hexer“ geht um

Ein Mann sucht in London einen Schuldigen für den Tod seiner Schwester. Ein Fall für Inspektor Higgins und Kommissar Wesby von Scotland Yard. Der Edgar-Wallace-Klassiker „Der Hexer“ wurde von Autor Matthias Käther kongenial als Live-Hörspiel umgesetzt. Hochkarätige Sprecher wie Oliver Rohrbeck garantieren Hörgenuss vom Feinsten – begleitet vom wunderbaren Geräuschemacher Jörg Klinkenberg. „Der Hexer“ ist für die Scotland Yard kein Unbekannter. Seine Identität ist geklärt: Es handelt sich um Arthur Milton – einen Meister der Täuschung und Tarnung. Er tritt in Erscheinung, wenn die Richter „versagen“ – und übt Selbstjustiz …

Sa 10.11., 16 Uhr, 19,50/15,50/12,50 €


Skurrile Spannung

Der finnische Krimi liebt den dezent schwarzen Humor. So wie Antti Tuomainen. Gemeinsam mit Leena Lehtolainen ist er Gast des Krimifestivals. „Die letzten Meter bis zum Friedhof“ heißt Tuomainens Roman: Die skurrile Geschichte um einen jungen Mann, der nur noch kurze Zeit zu leben hat, ist brillant erzählt, ist böse und strotzt vor aberwitzigen Ideen. Weniger dem schwarzen Humor verpflichtet, gleichwohl hochklassig sind die Krimis von Leena Lehtolainen. In „Das Ende des Spiels“ erzählt sie die unter die Haut gehende Geschichte einer Sexualstraftäterin, die kurz nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis auf einem Kinderspielplatz ermordet wird.

Mod.: Miriam Semrau, dt. Stimme: Stephan Benson, Fr 9.11., 18.30 Uhr, 14,50 €


Schwedische Stars

Mit dem Profiler Sebastian Bergman haben Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt eine Serienfigur geschaffen, die unsympathisch und faszinierend zugleich ist. Und das mit Erfolg: Hjorth & Rosenfeldt zählen zu den aktuell erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. In „Die Opfer, die man bringt“ bekommt es Bergman mit einem Serienmörder zu tun: In den dunklen Straßen Stockholms sucht und findet er seine weiblichen Opfer – scheinbar wahllos schlägt er zu. Musikalisch wird die Festivaleröffnung von dem wunderbar vielseitigen Pianisten Sebastian Knauer begleitet. Kriminelle Eröffnung,

Mod.: Margarete von Schwarzkopf, Dt. Stimme: Tim Grobe, Musik: Sebastian Knauer, Di 6.11., 19.30 Uhr, 20,50/ 18,50 €


Kluftinger gerät in Not

Mit dem Alpenkrimi „Milchgeld“ begann 2003 der Aufstieg: 15 Jahre und neun Kriminalromane später sind Volker Klüpfel (l.) und Michael Kobr das erfolgreichste deutsche Autorenduo. „Der Sinn des Lesens“ nennen die beiden ihre Jubiläumstour, die sie zum Finale des Krimifestivals führt. Im Gepäck haben sie „Kluftinger“, den zehnten Roman mit dem meist mürrischen, Kässpatzen über alles liebenden Allgäuer Kriminalkommissar. Aber Kluftinger liebt nicht nur seine Kässpatzen, sondern auch sein „Butzele“, sein erstes Enkelkind. Natürlich ist das mit von der Partie, als es zu Allerheiligen auf den Friedhof geht, das ganze Dorf ist auf den Beinen. Und alle sehen es: Auf einem Holzkreuz, das frisch in den Gottesackerboden gerammt ist, steht Kluftingers Name! Ein schlechter Scherz?

Sa 10.11., 21 Uhr, 18,50/ 16,50 €


Dunkle Historie

Hochspannung nach historischer Art: Mit Mechtild Borrmann und Volker Kutscher gastieren zwei der renommiertesten Autoren dieses Genres auf Kampnagel. Jüngst lief in der ARD die Serie „Berlin Babylon“, deren Vorlage die Romane von Volker Kutscher sind. Der jüngste Fall „Marlowe“ spielt im Spätsommer 1935: Die Ermittlungen stoßen auf wenig Gegenliebe, denn offenbar hängt Hermann Göring in der Sache mit drin ... Mechtild Borrmann hat ihren Roman „ Grenzgänger“ gut 20 Jahre später angesiedelt. Es geht um Kinder, die in jener Zeit in kirchlichen Heimen verwahrt werden. Und es geht um eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Schwester in einer Besserungsanstalt untergebracht wird.

Mod.: Heide Soltau, Sa 10.11., 19 Uhr, 14,50 €


Frieda Kleins letzter Fall

„Manchmal ist die Psyche ein gefährlicher Ort“, sagt Psychologin Frieda Klein. „Man verliert sich. Man verliert die Kontrolle. Ich helfe den Menschen dann wieder ins Leben zurück.“ Das macht sie auch in „Der achte Tag“ – allerdings zum letzten Mal. Denn der Thriller von Nicci French (ein Pseudonym, hinter dem sich Nicci Gerrard und Sean French verbergen) beendet die weltweit erfolgreiche Reihe um die Psychologin Frieda Klein, die 2011 mit „ Blauer Montag“ an den Start ging. In „Der achte Tag“ wird’s noch einmal dramatisch: Frieda Klein ist verschwunden, niemand weiß, wo sie ist. Nur die Studentin Lola Hayes will sich damit nicht abfinden. Sie macht sich auf die Suche – mit lebensbedrohlichen Folgen.

Mod.: Antje Deistler, dt. Stimme: Sandra Quadflieg, Do 8.11., 19.30 Uhr, 12,50 €


Sadismus im Darknet

Schon mit dem ersten Satz zieht die irische Autorin Olivia Kiernan ihre Leser in den Bann: „Kein Abschiedsbrief. Das Opfer schweigt eisern, bleibt eiskalt und stumm; die beste und schlechteste Zeugin ihres Endes.“ Für Frankie Sheehan ist es ein Anfang, der Beginn von Ermittlungen, die sie ins Darknet führen werden, wo Sadomasochisten untereinander Todesfantasien austauschen. Und ein Täter willfährige Opfer findet … Leser und Ermittlerin geraten bei Kiernan in ein raffiniertes Gespinst aus seelischen Abgründen und sadistischen Spielchen – ein Thriller der Extraklasse! Die deutschen Passagen liest die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau („Polizeiruf 110“).

Mod.: Margarete von Schwarzkopf, dt. Stimme: Anneke Kim Sarnau, Do 8.11., 20.30 Uhr, 12,50 €


Sörensens neuer Fall

Krimi trifft Komik auf höchstem Niveau: Der Autor und Hörspielregisseur Sven Stricker präsentiert mit dem Schauspieler und „Tatortreiniger“ Bjarne Mädel seinen neuen Kriminal­roman „ Sörensen fängt Feuer“ beim Krimifestival. Sörensen, der Kommissar mit der Angststörung, hat sich aus Hamburg ins nordfriesische Katenbüll versetzen lassen. Die erhoffte Ruhe findet er dort aber nicht: In seinem neuen Fall liegt ein Mann kurz vor Weihnachten tot in seinem Wohnzimmer. Mit gleich 17 Messerstichen im Rücken! Wer macht denn so was? Als Sörensen zu ahnen beginnt, dass religiöser Fanatismus bei dem Fall eine Rolle zu spielen scheint, wird es richtig verzwickt. Skurril, spannend und ungemein komisch.

Mi 7.11., 20.30 Uhr, AUSVERKAUFT


Tsokos blickt zurück

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Michael Tsokos als Rechtsmediziner, vor zehn Jahren erschien sein erstes Buch mit Fallgeschichten, die ihn stets aufs Neue mit einer Vielzahl ungeklärter Todesfälle konfrontiert. Tsokos’ Buch erhielt den vielsagenden Titel „Dem Tod auf der Spur“. Von dieser Spurensuche hat er seither in vielen lesenswerten Büchern berichtet. Beim Krimifestival hält der Rechtsmediziner von der Berliner Charité Rückschau, gibt persönliche Ein- und Ausblicke: Auch wenn der Tod erbarmungslos bleibt, die Suche danach, warum ein Mensch gewaltsam sterben musste, ist die wichtigste Aufgabe eines Forensikers, dessen Arbeit nicht nur den Kriminalisten wichtige Dienste leistet, sondern auch den Hinterbliebenen hilft, das Unabwendbare zu begreifen.

Fr 9.11., 21 Uhr, 16,50/14,50 €


Nord, Nord, Mord

Von wegen plattes Land, langweiliges Land: Es geht drunter und drüber im Norden! Und die Ermittler von Hannes Nygaard, Gisa Pauly, Klaus-Peter Wolf und Krischan Koch stoßen an ihre Grenzen. Doch auch der trockene Humor kommt nicht zu kurz. Die Fälle haben es in sich: Sei es in Hannes Nygaards Krimi „Das Kreuz am Deich“, in dem ein Propst final gerichtet wird und ein Exorzist sein Unwesen treibt. Sei es in Gisa Paulys „Wellenbrecher“, in dem auf Sylt ein Hotel-kellner spurlos verschwindet. Sei es in Klaus-Peter Wolfs „ Ostfriesenfluch“, in dem es Ann Kathrin Klaasen mit einem Psychopathen zu tun bekommt. Oder in Krischan Kochs saukomischem „ Pannfisch für den Paten“, in dem ein Toter im noch feuchten Betonsockel eines Windrads steckt.

Mod.: Volker Albers, Sa 10.11., 18.45 Uhr, 16,50/14,50 €


Fluch der Digitalisierung

Wie bringt man jemanden dazu, zum Mörder zu werden? Ein Unbekannter kennt die Antwort. Und er setzt sein Wissen erbarmungslos ein – im UKE, an den Landungsbrücken und an anderen Orten zwischen Elbe und Alster. In „Invisible“, dem zweiten Fall für Nina Salomon und Daniel Buchholz, bekommen es die Kriminalkommissare mit einer Mordserie zu tun. „Invisible“ ist der dritte Thriller, den das Autorenduo Ursula Poznanski, jüngst mit dem Österreichischen Krimipreis dekoriert, und Arno Strobel vorlegt – mit einem Plot, der so aktuell wie verstörend ist in Zeiten von Fake News und Digitalisierung, die längst in allen Lebensbereichen präsent ist. Das kann zum Fluch werden.

Mod.: Anouk Schollähn, Do 8.11., 18.30 Uhr, 14,50 €


Im Sektionssaal

Was geschah mit der lebenslustigen Frau, die vor 30 Jahren das letzte Mal gesehen wurde? Wie wurde ein Mann zum kaltblütigen Auftragskiller? Wohin verschwanden die Toten aus der Leichenhalle? Rechtsmediziner Klaus Püschel und Gerichtsreporterin Bettina Mittelacher berichten von neuen Fällen in „Der Tod gibt keine Ruhe“ . Bereits in zwei Bestsellern erzählten die Abendblatt-Gerichtsreporterin und der Pathologe von spektakulären Erlebnissen im Sektionssaal, am Tatort und vor Gericht. Es sind sehr intime, manchmal auch schockierende Einblicke, mit denen die Leser im neuen Buch konfrontiert werden. Gleichwohl bleibt die Rechtsmedizin ein faszinierendes Gebiet. Beruhigend, wenn man nur Zuschauer ist …

Do 8.11., 19.30 Uhr, AUSVERKAUFT


Dengler im Einsatz

Wolfgang Schorlau schreibt Politthriller vom Feinsten. Ob es um terroristische Anschläge geht oder um Massentierhaltung: seine Leserschaft wächst, die „Dengler“-Verfilmungen erzielen hohe Einschaltquoten. Ob die Geschichte so passiert ist, wie er sie in seinen Romanen entwirft, das wisse er nicht, hat Schorlau gesagt. Aber es hätte so sein können. So auch in „Der große Plan“, Schorlaus Version über die sogenannte Griechenland-Rettung: Wohin ist das ganze Geld geflossen? Produzent der „Dengler“-Filme ist der Hamburger Raoul Reinert. Er schildert den Weg vom Roman zum Film. Und als optisches Schmankerl werden die ZDF-Trailer auf die Videowand projiziert.

Mod.: Jens Büchsenmann, Gast: Raoul Reinert, Mi 7.11., 20.30 Uhr, 14,50 €


Alsterdetektive ermitteln

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Aber man kann etwas für sie tun. Das machen die „Alster-Detektive“ Koko, Johanna, Marek und Lukas in Hamburg – mit stimmlicher Unterstützung von Kultsprecher Oliver Rohrbeck. Die Fälle der „Alster-Detektive“ sorgen für Furore: Sie schauen hin, wenn andere wegschauen. Und sie fassen sich ein Herz und handeln. Im dritten Band „Ekelige Fracht“ geht es um illegale Müllentsorgung. Insgesamt in fünf Fällen ermittelten die „Alster-Detektive“ bislang – immer im Auftrag der Hamburgischen Bürgerschaft, Ideengeberin zu dieser Serie. Die Geschichten und die Charaktere kommen an – bei Kindern, Lehrern, Eltern. Spannung ist garantiert, und für die Demokratie ist gesorgt – vorerst.

Fr 9.11., 10 Uhr, 3 €


Best of Bodenstein

Mit ihrem Ermittlerduo Oliver von Bodenstein und Pia Sander hat Nele Neuhaus Millionenauflagen erzielt. Kurz vor Erscheinen ihres neunten Taunus-Krimis „Muttertag“ präsentiert die Autorin ein „Best of Bodenstein“: Dabei blickt sie auch zurück auf ihre frühen Krimis – und gibt einen ersten Einblick in den kommenden Thriller, aus dem sie einige Seiten lesen wird. Was 2006 mit „Eine unbeliebte Frau“ begann, hat sich zu einer echten Erfolgsstory entwickelt – jeder neue Neuhaus-Krimi ist ein Bestseller. Das dürfte auch bei „ Muttertag“ so sein, in dem es nicht zimperlich zugeht: Spielende Kinder entdecken im stillgelegten Sägewerk eine Leiche. Sie ist bereits halb verwest …

Mod.: Volker Albers, Fr 9.11., 18.30 Uhr, 16,50/12,50 €