Hamburg

Kunsthalle zeigt Sensations-Ausstellung von Manet

Die Vorbereitungszeit für die Schau in der Hamburger Kunstalle dauerte sechs Jahre. Die Bilder wurden aus 30 Museen weltweit geliehen.

Hamburg. Es ist schon eine Sensation, wenn ein Museum heutzutage noch eine große Ausstellung eines so hochkarätigen Künstlers wie Édouard Manet präsentieren kann. In der Hamburger Kunsthalle ist dieser Traum nach sechs Jahren Vorbereitungszeit wahr geworden, knapp 40 Leihgaben aus 30 Museen weltweit, von Honolulu bis Chicago, von Sao Paolo bis Washington sind hier in der neuen Ausstellung "Manet sehen - Der Blick der Moderne" zu bestaunen.

Darüber hinaus besitzt die Hamburger Kunsthalle als einziges deutsches Museum drei Gemälde des berühmten französischen Malers. Ergänzt wird die Schau durch Zeichnungen, Grafiken und anderes.

„Der Blick der Moderne“ ist ein beziehungsreicher Ausstellungstitel. Zum einen ist damit der Blick der Figuren gemeint, die Manet porträtierte. Oft ein direkter, selbstbewusster Blick, auch von Prostituierten, Bettlern oder Künstlern. Damit zusammenhängend bezieht sich der Titel aber auch auf die Revolutionierung der Malerei vor dem Hintergrund der erstarkten bürgerlichen Gesellschaft, die Manet als einer der ersten seiner Zeit mutig und immun gegen die Beleidigungen seiner Kritiker vorantrieb.

„Manet sehen. Der Blick der Moderne“ ist vom 27. Mai bis 4. September in der Hamburger Kunsthalle (Glockengießerwall 5) zu sehen. Im Mai ist der Eintritt frei, danach 12 Euro, ermäßigt 6 Euro.

Mehr Infos gibt es im Internet.