Hamburg. Der Bestseller-Autor schreibt noch schneller, als seine Leser die Bücher verschlingen. In Kürze erscheint „Finderlohn“.

Das Arbeitspensum von Stephen King ist fast so haarsträubend wie das Ergebnis. In den letzten zwei Jahren hat der 67-Jährige, der bislang um die 60 Bücher im Lebenslauf vorweisen kann und offenbar weit vor Ende dieses Jahrzehnts die 100 erreichen möchte, das Gothic-Schauermärchen „Revival“ veröffentlicht, als ob er sich nach „Doctor Sleep“, der Fortsetzung seines Klassikers „Shining“, unausgelastet fühlte. Nebenbei entstand der Vergnügungspark-Krimi „Joyland“, den er wegen einer nostalgischen Erinnerung an die eigene Jugend als Taschenbuch-Suchtleser nur als Paperback veröffentlichen ließ. Vor allem aber machte sich King an ein weiteres Format, einen Serienmörder-gegen-Detektiv-Thriller, dessen Auftakt er enorm effektsicher mit leicht übernatürlichen Gemeinheiten würzte, um der Stammkundschaft ein wohliges Wiedersehens-Gefühl zu spendieren.