Medien

Streik bei der „Hamburger Morgenpost“ dauert an

Beschäftigte aus Redaktion und Verlag folgten auch am Sonntag einem Aufruf von Gewerkschaften. Der Ausstand richtet sich gegen Kündigungspläne.

Hamburg. Der Streik bei der „Hamburger Morgenpost“ (MOPO) ist auch am Sonntag fortgesetzt worden. Beschäftigte aus Redaktion und Verlag folgten damit seit Freitag dem gemeinsamen Warnstreik-Aufruf von ver.di und DJV Hamburg, teilten die Gewerkschaften am Sonntag mit.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Deutsche Journalistenverband Hamburg fordern angesichts konkreter Kündigungspläne bei der Zeitung einen Sozialtarifvertrag und einen Altersteilzeittarifvertrag. Am Dienstag (24. Februar) sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Die Forderung nach einem Altersteilzeittarifvertrag hat die MOPO-Geschäftsführung nach Angaben der Gewerkschaften bislang zurückgewiesen. Doch nach den Worten von DJV-Landesgeschäftsführer Stefan Endter müsse eine mittel- und langfristige Regelung gefunden werden. Wenn die MOPO-Chefs nicht einlenkten, könne sich die Auseinandersetzung „noch länger hinziehen“, sagte er. Es gehe dabei nicht zuletzt um die Zukunft der Redaktion und damit der ganzen Zeitung.

„Die Belegschaft zeigt mit beeindruckender Entschlossenheit, dass sie die jetzt eingeleiteten Kündigungsverfahren nicht akzeptiert. Jeder Spaltungsversuch von oben hat die Solidarität mit den Betroffenen nur noch stärker werden lassen. Das gilt auch für die Beteiligung an den Warnstreiks", sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann.

Die „Hamburger Morgenpost“ gehört wie unter anderem auch die Berliner Zeitung, der Kölner Stadtanzeiger und der Berliner Kurier zur Mediengruppe DuMont Schauberg