Museen

Ausstellungen 2014: Von Max Beckmann bis Piet Mondrian

Gleich zwei Ausstellungen in Hamburg beschäftigen sich mit Karl Lagerfeld: Die Kunsthalle vergleicht seine Fotografien mit Gemälden von Anselm Feuerbach, das Gewerbe-Museum widmet sich dem „Mythos Chanel“.

Hamburg. Von Max Beckmann bis Piet Mondrian, von Anselm Feuerbach bis Henri de Toulouse-Lautrec: Die Hamburger Museen präsentieren im kommenden Jahr viele Ausstellungen bekannter Künstler. Die Kunsthalle beginnt im Februar mit einer Doppelschau zu Anmut, Erotik und der Verehrung von Musen und Models, indem sie Gemälde von Anselm Feuerbach (1829-1880) mit noch nie gezeigten Fotografien von Karl Lagerfeld zusammenführt. Die Schau „C’est la vie“ würdigt von Mai bis August die beiden größten französischen Lithographen des 19. Jahrhunderts, Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) und Honoré Daumier (1808-1879). Das Jahr endet mit einer Ausstellung zum Thema Stillleben bei Max Beckmann (1884-1950).

Mit einer Ausstellung zur zeitgenössischen chinesischen Kunst feiern die Hamburger Deichtorhallen im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Wegen Sanierungsarbeiten bleibt die Halle für aktuelle Kunst jedoch bis November geschlossen. Im Haus der Photographie ist die erste gemeinsame Werkschau von Ute und Werner Mahler zu sehen, die bereits zu DDR-Zeiten als stilprägende Fotografen galten. Außerdem werden 100 Jahre Leica Fotografie in einer umfassenden Ausstellung mit Arbeiten von Alexander Rodtschenko, Henri Cartier-Bresson, Robert Capa und anderen vorgestellt. In der Sammlung Falckenberg in Harburg ist das Werk des amerikanischen Malers Philip Guston (1913-1980) zu sehen.

Bei Piet Mondrian denkt jeder an die Gitterbilder mit nur wenigen Farben und viel Weiß, die weltweit Mode und Design geprägt haben. Wie der niederländische Künstler dahin kam, zeigt eine Schau vom 1. Februar bis zum 11. Mai im Bucerius Kunst Forum. Anhand von 50 Gemälden kann der Besucher nachvollziehen, dass Mondrian erst ganz allmählich zur Abstraktion fand und sich auf die Farben Rot, Gelb und Blau beschränkte. Sein Ziel war das vollkommen harmonische Bild. Und das gelang ihm auch: Eine Studie hat gezeigt, dass Mondrian-Bilder, die man nur leicht verändert, sofort als unecht erkannt werden - sogar von Leuten, die mit Kunst gar nichts im Sinn haben.

Das Museum für Kunst und Gewerbe widmet sich vom 28. Februar bis zum 18. Mai dem „Mythos Chanel“. Mit rund 150 originalen Objekten aus bedeutenden Sammlungen geht die Ausstellung der Frage nach, warum Coco Chanel als Person und die durch sie begründete Marke bis heute so große Aufmerksamkeit erfahren. Zu sehen sind mehr als 70 Kreationen aus dem Hause Chanel, dessen Erbe Karl Lagerfeld seit 1983 mit den Strömungen des Zeitgeistes verbindet