Regisseur Jan Bosse zeigt Ibsens „Hedda Gabler“ mit einer tollen Besetzung am Thalia. In seiner Inszenierung sind alle Figuren liebesunfähige Egomanen, deren Dasein von Leere und Unsicherheit geprägt ist.

Hamburg Ibsens „Hedda Gabler“ ist wieder in Mode. An vielen Theatern wird das 120 Jahre alte Stück über Langeweile und Lüge, die das Zusammenleben von Mann und Frau prägen, wieder gespielt. Der bürgerliche Kleinkrieg als großes Theater, das funktioniert immer. Das Stück, das am Beginn einer krisenhaften Epoche steht, in der sich Bekenntnisse und Bindungen auflösen, kann viel über Konventionen und Usancen der Gesellschaft zeigen.