Der Bullerei-Chef coacht mit drei weiteren Kollegen die Kandidaten: Eine Eppendorferin und ein Hamburg1-Koch sind unter anderem aus dem Norden dabei. Zu gewinnen gibt es 100.000 Euro.

Es ist wie The Voice, nur mit Essen. Die Kandidaten kochen, die Jury verkostet blind einen Löffel des Gerichts. Dann entscheidet der Juror mit „Ja“ oder „Nein“ und coacht den Nachwuchs-Koch im ersten Fall für den weiteren Verlauf der Sendung. Bei The Voice gibt es so viel Nord-Beteiligung wie nie, doch auch The Taste muss sich nicht verstecken.

Außer Bullerei-Chef Tim Mälzer ist in der Show noch mehr Hamburg-Beteiligung zu erwarten: Unter anderem ist das Pärchen Jamila Abdalla und Artur Celuch dabei, sie arbeitet als Model und hat im Steigenberger gelernt, er ist Küchenchef im Restaurant Goldfisch am Isekai. Jamila bereitete im Casting ein Kalbs-Tartar mit Blumenkohl und Schnittlauchcreme zu.

Auch Stefan Schröder, der in Bremen das Restaurant Allegria hat, ist gebürtiger Hamburger: Dort gibt es keine Speisekarten, Hauptsache "Leggä" ist seine Devise.

Und noch ein weiterer Kandidat kommt aus dem Norden: Der 20-jährige Dennis Heeren kommt aus Niedersachsen, kochte schon in Hamburg im „Vier Jahreszeiten“ und schon oft vor der Kamera, bei Hamburg1 oder in einem seiner zahlreichen Kochvideos.

Mälzer hat also zahlreiche Kandidaten aus der Hansestadt zu beurteilen - aber er ist nicht der einzige Coach: Neben ihm müssen die Top-Gastronomen Lea Linster, Frank Rosin und Alexander Herrmann die vorbereiteten Löffel der Kandidaten beurteilen. Denn anders als in den übrigen Kochshows beurteilen die TV-Köche nicht einen ganzen Teller und sehen den Kandidaten nicht: Sie bekommen nur einen einzigen Löffel und testen blind.

Die Coaches geben dann ein „Ja“ oder „Nein“ ab. Bekommt der Kandidat nur von einem Koch ein „Ja“, ist er oder sie automatisch in dessen Team. Voten mehrere Spitzenköche für einen Kandidaten, darf dieser entscheiden, von welchem er künftig gecoacht werden möchte. Auf diese Weise stellt sich jeder der Köche in der ersten Folge ein Viererteam zusammen, drei Kandidaten fliegen raus.

Zu gewinnen gibt es nach mehreren Duellen über sechs Folgen 100.000 Euro. Da die Jury vorher nicht weiß, wer mitmacht, dürfen sowohl Hobby- wie auch Profiköche antreten.

Zusammen mit seinem TV-Koch-Kollegen Henssler musste Taste-Juror Mälzer kürzlich Kritik einstecken: Die Kritiker des Restaurantführers Gault Millau, dessen neueste Auflage am Montag in Berlin vorgestellt wurde, hatten mal wieder nicht viel übrig für die Hamburger TV-Köche. In Tim Mälzers Bullerei (12 Punkte) im Schanzenviertel „ist zwar alles in Ordnung, aber alles nicht so richtig erwähnenswert“. Bei Steffen Henssler (14 Punkte) loben die Tester sarkastisch: „Das Restaurant erinnert in nichts an den Mario Barth der TV-Köche.“ Zumindest Mälzer nimmt die Kritik sportlich und sagte der Bild-Zeitung: „Ich weiß schon, dass nicht jeder, zumindest in der Profiwelt, zwanghaft davon überzeugt ist, dass ich ein wirklich gutes Koch bin. Deshalb halte ich das so wie Jürgen Klopp: Die schlechtesten Spieler sind die besten Trainer.“

Insgesamt beschrieben die Kritiker in diesem Jahr 31 Restaurants in der Hansestadt. 28 Küchenchefs zeichneten sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür sie mindestens 13 Punkte erreichen müssen.

The Taste: sechs Folgen, ab 13. November, mittwochs 20.15 Uhr, Sat.1