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Trauer um einen Großen

Bundespräsident Joachim Gauck: „Er, den die Deutschen einst aus ihrer Mitte vertrieben haben und vernichten wollten, besaß die Größe, ihnen nach der Barbarei neue Zugänge zu ihrer Kultur zu eröffnen.“

Gottfried Honnefelder, Börsenverein des Deutschen Buchhandels: „Marcel Reich-Ranicki hat wie kein anderer in unserem Lande der Literatur Rang und Bedeutung gegeben. Er hat dies vermocht, weil er die Literatur geliebt hat“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Wir verlieren in ihm einen unvergleichlichen Freund der Literatur, aber ebenso der Freiheit und der Demokratie.“

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP): „Dass er als junger Überlebender des Warschauer Gettos Deutschland nie den Rücken gekehrt hat, werden wir Deutschen ihm nie vergessen.“

Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender: „Marcel Reich-Ranicki war ein scharfsichtiger Kritiker, ein brillanter Literaturvermittler und eine so faszinierende wie vielschichtige Persönlichkeit.“

Thomas Gottschalk: „Er hat für Deutschland mehr getan als die meisten Kulturpolitiker.“

Anatol Stefanowitsch, Sprachforscher: „Wenn Marcel Reich-Ranicki über Bücher geredet hat, war das immer interessanter als die Bücher selbst.“