Wacken-Wahnsinn: Schwermetaller feiern Blechbläser

Japan, Argentinien, Mexiko und die USA, Schweden, Finnland und Spanien: Gibt es überhaupt noch ein Land, aus dem keine Fans nach Wacken kommen? Als...

Wacken. Japan, Argentinien, Mexiko und die USA, Schweden, Finnland und Spanien: Gibt es überhaupt noch ein Land, aus dem keine Fans nach Wacken kommen? Als sich um 15.20 Uhr die Tore zum größten Metalfestival der Welt öffneten, strömten Zehntausende aus aller Welt zu den drei Hauptbühnen. Die Zuschauer, die sicher in der ersten Reihe stehen wollten, zog es bereits sechs Stunden vor Konzertbeginn vor die True Metal Stage, auf der um 21.30 Uhr Iron Maiden ihren Auftritt absolvierte. Doch vor der Black Stage, auf der Girlschool um 16 Uhr das dreitägige Festival eröffnete, war das Areal ebenfalls bestens gefüllt. Und das aus gutem Grund: Auch im 30. Band-Jahr zeigten die Damen mit schnörkellosem Rock 'n' Roll, wie man in Würde (und beinahe unsichtbar) altern kann. Der nächste Höhepunkt: Nashville Pussy klang wie AC/DC auf Southern-Rock-Kurs und sorgte auch dank ihrer offenherzigen Bassistin für Jubel. Selbst wenn viele Fans T-Shirts mit Botschaften wie "Leck meine Stiefel" oder "Enemy Of The Sun" tragen: In Wacken herrscht auch im 19. Jahr wieder prächtige Party-Stimmung.