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Auflagen von "Spiegel", "Stern" und "Focus" geben weiter nach

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Kai-Hinrich Renner

Unverändert abwärts geht es mit den Auflagen der drei großen aktuellen Wochentitel. Auflage des "Spiegels" gab um 4,7 Prozent nach.

Unverändert abwärts geht es mit den Auflagen der drei großen aktuellen Wochentitel " Spiegel ", " Stern " und " Focus ". Im zweiten Quartal dieses Jahres gab die Auflage des "Spiegel" um 4,71 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nach. Von dem Hamburger Nachrichtenmagazin wurden monatlich 906 804 Exemplare verkauft. Nicht viel besser sieht es für den "Stern" aus. Seine Auflage ging um 4,65 Prozent zurück. Die verkaufte Auflage der Illustrierten aus dem Hause Gruner + Jahr liegt nun bei 812 142 Exemplaren. In einer ähnlichen Größenordnung bewegen sich die Einbußen des "Focus". Vom Nachrichtenmagazin des Burda -Verlags werden derzeit 550 737 Exemplare verkauft - ein Minus von 4,80 Prozent. Immerhin hat das Blatt damit den dramatischen Auflagenverfall im ersten Quartal etwas bremsen können. Damals ging die Auflage um 10,5 Prozent zurück. Das lag vor allem daran, dass im ersten Quartal 2011 eine "Focus"-Ausgabe zum Preis von nur einem Euro verkauft wurde. Das daraus resultierende Auflagenplus konnte das Magazin nicht halten. Offiziell werden die Auflagenzahlen für das zweite Quartal erst kommende Woche bekannt gegeben.

Bei der Suche nach einem neuen Nachrichtenchef für seine Hörfunkwelle 90,3 ist der NDR offenbar fündig geworden. Wie es in Senderkreisen heißt, wird voraussichtlich Ulrich Strötgen den Posten übernehmen. Er ist bisher Leiter Aktuelles Fernsehen im NDR-Landesfunkhaus Schwerin. Die für die Berufung zuständige Direktorin des NDR-Landesfunkhauses Hamburg Sabine Rossbach will sich zu dem Thema nicht äußern. Sie verweist darauf, dass erst in der kommenden Woche über die Personalie entschieden werde. Erst im vergangenen Jahr hatte Rossbach, die bis Ende September 2010 stellvertretende Landesfunkhausdirektorin in Schwerin war, Strötgens Lebensgefährten Andreas Feld nach Hamburg geholt. Der Journalist, der zuvor ebenfalls für das NDR-Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern wirkte, ist seither Redakteur beim " Hamburg Journal ". Sollte auch Strötgen wieder nach Hamburg kommen, hätte Rossbach die beiden Journalisten bereits zum zweiten Mal an ihre neue Wirkungsstätte geholt: 1998 wechselte sie von Hamburg, wo sie Chefin des NDR-2-Pools Wort war, nach Schwerin. Strötgen und Feld, seinerzeit ebenfalls bei NDR 2, folgten ihr.

Seit 1. Januar ist Johannes Erler Artdirector des " Stern ". Wie es scheint, will der Gründer der Agentur Factor Design die Illustrierte nun optisch aufmöbeln. In Redaktionskreisen spricht man von einem umfassenden Relaunch, den Erler plane. Er habe bereits diverse Ressorts um Anregungen gebeten. Offiziell will man die Sache derzeit noch nicht so hoch hängen. Von einem Relaunch könne nicht die Rede sein, heißt es. Allerdings mache sich der neue Artdirector über vieles Gedanken - und das sei auch gut so.

Die Anzeichen dafür, dass Fußball in Harald Schmidts neuer Late-Night-Show beim Bezahlsender Sky ein zentrales Thema werden wird, haben sich weiter verstärkt. In einem gerade abgedrehten Spot der Pay-TV-Plattform tritt der Entertainer zusammen mit Franz Beckenbauer auf. Der Kaiser testet darin die Fußballkenntnisse Schmidts, um die es, wie er feststellen muss, nicht sonderlich gut bestellt ist. Gegen Ende des Filmchens soll Schmidt dann allerdings das Fußballidol mit Kabinettstückchen beeindrucken. Der Spot wird ab 20. August auf Sendung gehen. Schmidts Late-Night-Show bei Sky startet am 4. September. In der Dienstagsausgabe seiner Sendung wird er sich künftig intensiv mit Fußball beschäftigen.